Zum Jubiläum eine Allee wie einst

MÖRSCHWIL. 1200 Jahre sind für Mörschwil Grund genug, ein Jahr lang zu feiern. Nebst Vergänglichem wird auch Bleibendes geschaffen, etwa eine Allee. Das Projekt stösst auf mehr Interesse als erwartet.

Corinne Allenspach
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Bis Mitte 1970er-Jahre säumte eine Pappelallee die St. Gallerstrasse. (Bild: pd)

Bis Mitte 1970er-Jahre säumte eine Pappelallee die St. Gallerstrasse. (Bild: pd)

Gelegenheit, einen Baum zu «adoptieren», ergibt sich vermutlich nur einmal im Leben. Dies dürften auch die 36 Leute gedacht haben, die sich auf ein Inserat des OK 1200 Jahre Mörschwil meldeten. Sie alle werden am 19. März 2011 zur Schaufel greifen und Mörschwil ein Stück Vergangenheit zurückbringen, entlang der St. Gallerstrasse von Wättler Weier bis Bushaltestelle Lantschen Stieleichen pflanzen. Als Allee – wie anno dazumal. Oder zumindest fast. Denn ursprünglich säumten Pappeln die St.

Gallerstrasse, welche ins Dorfzentrum führt. Für die neue Allee habe man sich für Stieleichen entschieden, sagt Jürg Pinkwasser, Gemeinderat und OK-Mitglied, «weil sie ökologisch wertvoll sind, Insekten und Vögeln optimale Lebensräume bieten.» Zur Idee der Allee habe er nur positive Reaktionen aus der Bevölkerung erhalten.

Gepflanzt werden bereits 2,5 Meter hohe Bäume; schliesslich soll die Allee nicht erst in zehn Jahren nach etwas aussehen. Vorgesehen waren 31. Wegen des grossen Interesses müssen die Bäume nun etwas näher zusammenrücken. Auf einem Plan durfte jeder der künftigen «Besitzer» einen Standort wählen. Dies tat auch Gemeindepräsident Paul Bühler. Er möchte jenen Baum pflanzen und mit seinem Namensschild versehen, welcher von seinem Haus aus sichtbar ist.

Bis Mitte 1970er-Jahre säumte eine Pappelallee die St. Gallerstrasse. (Bild: pd)

Bis Mitte 1970er-Jahre säumte eine Pappelallee die St. Gallerstrasse. (Bild: pd)