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Zum Gedenken an Werner Ferrari

Der ehemalige Präsident des katholischen Kirchenverwaltungsrats Rorschach, Werner Ferrari, ist verstorben. Unter ihm begann 1971 eine neue Ära von Pfarreiseelsorge.
Gerhard Fischer

Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb am 23. September Werner Sylvester Ferrari. Werner Ferrari wurde im Herbst 1970 als Nachfolger von Sekundarlehrer Heinrich Hasler zum Präsidenten des katholischen Kirchenverwaltungsrats Rorschach gewählt. Er trat sein Amt im Januar 1971 an. Mit seinem Amtsantritt begann für die Kirchgemeinde und Pfarrei Rorschach eine neue Ära von Pfarreiseelsorge. Mit dem Abschied von Stadtpfarrer Paul Schneider übernahm ein Team von vier ordinierten Seelsorgern als Seelsorgeteam die Führung der Pfarrei. Dieses Novum, das national und international in kirchlichen Kreisen auf Interesse stiess, bereitete nicht nur unter den Pfarreiangehörigen, sondern auch im Kirchenverwaltungsrat (KVR) Mühe. Während die einen die neuartige Seelsorge und die neuen Seelsorger begrüssten, standen andere dem «Versuch» skeptisch, den alten Strukturen nachtrauernd gegenüber. Dazu kam der infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–65) als neues Führungsgremium gewählte Pfarreirat. Hier galt es, die Grenzen und Aufgaben der drei Führungsgremien festzulegen, was kein leichtes Unterfangen war. Oft mussten sowohl im Kirchenvolk als auch innerhalb der drei Gremien die Wogen geglättet werden. Während Ferraris Amtszeit wurden auch die ersten zwei Pastoralassistenten ins Seelsorgeteam gewählt, da sich schon damals der Priestermangel abzeichnete. Dazu gab es auch bauliche Aufgaben zu erfüllen.

Neues Pfarreizentrum eingeweiht

Die von Ferraris Vorgänger angebahnte Planung eines Pfarreizentrums musste weitergeführt werden. Dies übernahm eine Baukommission unter Führung des späteren Stadtammanns Marcel Fischer. Der KVR nahm Verhandlungen mit der Stadt auf, um allenfalls auf dem der Kirchgemeinde gehörenden Gelände von Casino und Blumenau auch den dringend nötigen Stadtsaal (anstelle des 1956 abgebrochenen Kronensaals) zu errichten. 1983 wurden Stadtsaal und Zentrum St. Kolumban eingeweiht. Ein weiteres Problem stand mit der Jugendkirche an, deren Turmhelm schadhaft war. Nach Beratungen fällte der KVR einen Grundsatzentscheid: die Jugend- beziehungsweise Herz-Jesu-Kirche sei zu erhalten und in künftige Sanierungen zu investieren. So wurde 1974 der Turmhelm ersetzt und 1987 die Gebäudehülle saniert. Während Ferraris Amtszeit trat die Kirchgemeinde Rorschach dem Verband St. Gallischer Kirchgemeinden bei. Werner Ferrari leistete während seiner siebenjährigen Präsidialzeit neben den ordentlichen Aufgaben ein gerüttelt Mass an Mehrarbeit. Für seinen Einsatz dankt ihm übers Gab hinaus namens der Kirchbürgerschaft der Kirchenverwaltungsrat Region Rorschach.

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