Zum Geburtstag einen Fitnesspark

In Thal wurde am Wochenende das 50-Jahr-Jubiläum des Altersheims Trüeterhof gefeiert. Zur Stärkung der geistigen und körperlichen Beweglichkeit erhielten die Bewohner einen Outdoor-Fitnesspark.

Gisela Tobler
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An diesem Fitnessgerät kann die Geschicklichkeit trainiert werden.

An diesem Fitnessgerät kann die Geschicklichkeit trainiert werden.

THAL. Das Altersheim Trüeterhof liegt am Fuss des Rebbergs, wo Thal besonders schön ist. Und weil am Samstag auch das Wetter mitgespielt hat, konnten die Bewohner und die zahlreichen Gäste das Jubiläumsfest in dieser idyllischen Umgebung geniessen. Auf dem Programm standen Führungen durch das Haus, wo unter anderem eindrückliche Bilder zum Thema Jung und Alt zu sehen waren, die Schüler der Oberstufenklasse von Roland Stieger eigens zum Jubiläum gestaltet hatten. Die Heimbewohner wurden mit Ross und Wagen ausgeführt, die Kinder durften Ponies reiten, und zur allgemeinen Erheiterung hatten sich zwei Clowns unter das Publikum gemischt.

Neues Logo

Der offizielle Festakt begann mit der Enthüllung des Jubiläumsgeschenks, eines Outdoor-Fitnessparks, wo die Heimbewohner künftig ihre geistige und körperliche Beweglichkeit stärken können. Für die musikalische Umrahmung sorgten Altenrheiner Schulkinder mit Liedern sowie das bekannte Thaler Senioren-Quintett. Nach der Präsentation des neuen, frischen Logos hielt Gemeinderat und Heimkommissionspräsident Werner Reifler Rückschau auf ein prägnantes halbes Jahrhundert, in dem sich der «Trüeterhof» stets weiterentwickelt und den Bedürfnissen angepasst habe. Doch «nichts währt ewig». Auch im «Trüeterhof» nage der Zahn der Zeit unaufhörlich weiter, und Veränderungen würden immer lauter an der Tür klopfen. «Aber wie alle vorangegangenen Herausforderungen werden auch die künftigen Aufgaben, die der <Trüeterhof> zu meistern hat, nichts an der Geschichte ändern», hielt Reifler fest, «sie lassen jedoch zu, ein neues, erfolgreiches Kapitel zu eröffnen, auf das wir in vielen Jahren wiederum mit Stolz und Freude zurückblicken können.»

Grosszügiges Geschenk

Das Altersheim Trüeterhof ist ein Geschenk von Hermann Tobler (1879–1966), Sohn von Nationalrat Christoph Tobler, dem Thaler Ortsbürger und Leiter der Seidengaze, wie die Firma Sefar früher hiess. Schon vor dem Ersten Weltkrieg wanderte Hermann Tobler nach Frankreich aus und baute in Panissières im Departement Loire einen Zweigbetrieb für die Fabrikation von Seidenbeuteltuch auf.

Mit seiner Heimat blieb er aber stets in enger Verbindung. Seit jeher unterstützte er Alte, Arme und Kranke, und mit der Schenkung eines Altersheims hat der Menschenfreund seinem gemeinnützigen Wirken die Krone aufgesetzt.

Informative Broschüre

Hansjakob Tobler, der mit seiner Frau Anni den «Trüeterhof» seit 34 Jahren leitet, hat zum Jubiläum eine Broschüre verfasst, die die Geschichte des Altersheims bis zur Gegenwart ausführlich dokumentiert. Seit der Eröffnung sind 320 Personen eingetreten, 252 Frauen und 68 Männer. Lesenswert sind die Schilderungen aus dem Alltag einst und heute. Während es früher keine Duschen gab und sich die Bewohner zwei Badewannen teilen mussten, ist heute jedes Zimmer mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet. Auch gab es in den Anfangszeiten weder Rollstühle noch Elektrobetten. Nun stehen 15 Rollstühle, 25 Rollatoren und 20 Elektrobetten zur Verfügung. Und neuestens auch ein Outdoor-Fitnesspark.

Die Senioren und die Clowns verstanden sich auf Anhieb. (Bilder: Gisela Tobler)

Die Senioren und die Clowns verstanden sich auf Anhieb. (Bilder: Gisela Tobler)