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ZUKUNFT: Stadt Gossau will grüner werden

Unter dem Titel «Gossau35» hat die Stadt ihr drittes Leitbild erstellt. Ein Fokus liegt im umweltbewussteren Umgang mit Ressourcen. Das letzte Wort hat das Stadtparlament.
Angelina Donati
Der Stadtrat hat die Visionen für die Zukunft Gossaus definiert. (Bild: Samuel Schalch und Benjamin Manser)

Der Stadtrat hat die Visionen für die Zukunft Gossaus definiert. (Bild: Samuel Schalch und Benjamin Manser)

Angelina Donati

angelina.donati

@tagblatt.ch

«Gossau hat eine durchmischte und gut integrierte Stadtbevölkerung und ist besonders attraktiv für Familien»: So hört sich eine der insgesamt vier Visionen der Stadt Gossau an. Das neue Leitbild «Gossau35» basiert auf dem Stadtentwicklungskonzept, das Ende vergangenen Jahres vom Stadtparlament genehmigt wurde. Nach 2001 und 2009 ist es nun das dritte Leitbild in der Geschichte Gossaus.

Obwohl die Bezeichnung «35» darauf schliessen lässt, dass die Visionen für die kommenden 18 Jahre gedacht sind, so wird das Dokument bereits früher schon wieder erneuert: «Das Leitbild definiert die wichtigsten Handlungsfelder der nächsten Jahre», sagt Stadtschreiber Toni Inauen. «Es soll etwa zwei Amtsdauern Bestand haben und nicht erst im Jahr 2035 wieder aus der Schublade gezogen werden.» Auch sollen bald Kriterien festgelegt werden, welche die definierten Ziele und deren Auswirkungen überprüfen. Messen lassen können sich diese etwa anhand der Anzahl Einwohner oder den Schülerzahlen, wie der Stadtschreiber veranschaulicht.

Dringlichkeit und Finanzen spielen mit

Unter dem Leitsatz «Wohnen» will sich die Stadt Gossau für hohe Lebensqualität in den Quartieren und erschwinglichen Wohnraum einsetzen. Auch soll die Stadt umweltbewusster werden und auf erneuerbare Energien setzen. Generell fällt in den neuen Leitsätzen auf, dass die Stadt grüne Zeichen setzen möchte: «Energieeffiziente Siedlungsstrukturen werden geschaffen.» Auch dem Wirtschaftsraum soll Rechnung getragen werden: «Neue Unternehmen sollen auf wenig Fläche grosse Wertschöpfung erbringen können», lautet eines der Ziele.

So wenig konkret sich die Visionen auch anhören mögen – Toni Inauen sagt, dass sich diese mit gezielten Massnahmen sehr wohl erreichen lassen können. Diese werden jeweils an den Budgetsitzungen des Stadtparlaments festgelegt. Welche Massnahmen wann in Angriff genommen werden, habe mit der Dringlichkeit und den Finanzen zu tun. «Wird beispielsweise der Masterplan Sportanlagen vom Stimmvolk angenommen, so wird weniger Geld für anderes zur Verfügung stehen. Und umgekehrt», erläutert Inauen.

So oder so haben die Mitglieder des Stadtparlaments das letzte Wort. Auch in Sachen Leitbild. Geplant ist, dass in der Juli-Sitzung darüber abgestimmt wird. Ob sich das Parlament entscheidet, erst eine vorberatende Kommission einzusetzen, sei nicht ausgeschlossen. Dann würde das Dokument einfach zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten. «Ein Leitbild wird wohl nie nur als Formsache angesehen», sagt Inauen. Weil sich aber das Parlament bereits intensiv mit dem Stadtentwicklungskonzept auseinandersetzte, sei es durchaus denkbar, dass die neuen Visionen Gossaus ohne grosse Diskussionen durchgewunken werden.

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