Zürich steuert nun auch Rorschach

Seit 2010 werden Züge im Hauptbahnhof Rorschach von St. Gallen aus gesteuert. Nun ermöglichen Anpassungen an den Stellwerkanlagen Rorschach und Staad eine Fernsteuerung von der Betriebszentrale in Zürich Flughafen aus.

Rudolf Hirtl
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Das Stellpult im HB Rorschach hat nur noch Museumswert, Züge werden neu von Zürich aus gesteuert. (Bild: Rudolf Hirtl)

Das Stellpult im HB Rorschach hat nur noch Museumswert, Züge werden neu von Zürich aus gesteuert. (Bild: Rudolf Hirtl)

RORSCHACH. Früher gab es Wärterstellwerke bei allen grösseren Bahnhöfen der Region. Jenes von Rorschach wurde bis 1983 manuell bedient, dann wurde es vom elektrischen Zentralstellwerk im Hauptgebäude abgelöst. Im Oktober 2009 wurde auch das alte Stellwerk im Hafenbahnhof abgeschaltet, die Züge am See vom HB aus dirigiert. Ein knappes Jahr später verwaiste aber auch das Stellpult im Hauptbahnhof, St. Gallen übernahm das Zepter.

Steuerung beim Flughafen

Nun folgt der nächste und letzte Schritt. Laut Reto Schärli, Mediensprecher SBB, ermöglichen Anpassungen an den Stellwerkanlagen Rorschach und Staad eine Fernsteuerung von der Betriebszentrale in Zürich Flughafen aus. «Diese Erneuerungen ermöglichen künftig eine Geschwindigkeitserhöhung der Neigezüge auf diesem Abschnitt und tragen zusammen mit anderen Projekten auf der Strecke Zürich–München dereinst zu einer Fahrzeitverkürzung von 40 Minuten bei.»

Fahrleitungen sanieren

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich gemäss Schärli auf rund 35 Millionen Franken. Bis Mitte 2013 würden sämtliche Arbeiten des Projekts beendet. Dazu gehörten Tiefbau-, Umgebungs- sowie Fahrleitungsarbeiten in Rorschach. Im Anschluss würden im Rahmen normaler Unterhaltsarbeiten weitere Teile der Fahrleitung im Ostteil des Bahnhofes Rorschach saniert.

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