Zu warm oder zu laut

Seit August 2009 wird im ehemaligen Rheinecker Bahnhof unterrichtet. Klettert das Thermometer in die Höhe, wird es schwierig. Bei geschlossenen Fenstern ist es zu heiss, bei offenen zu laut.

Susi Miara
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Der Unterricht im ehemaligen Bahnhof ist nur bei geschlossenen Fenstern möglich. (Bild: Susi Miara)

Der Unterricht im ehemaligen Bahnhof ist nur bei geschlossenen Fenstern möglich. (Bild: Susi Miara)

rheineck. «Wir haben gewusst, dass direkt am Bahnhof zu unterrichten nicht einfach sein wird», sagt Rolf Sutter, Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums für Gesundheitsberufe St. Gallen (BZGS). Es sei deshalb auch alles unternommen worden, um den Lärm von der Bahn aufs Minimum zu reduzieren. Schalldämmende Elemente an den Decken und Wänden halten den grössten Lärm ab. Dies aber nur so lange die Fenster geschlossen bleiben. «Im Sommer sieht die Situation anders aus», erklärt Sutter.

Bleiben die Fenster geschlossen, staut sich die Hitze und in den Unterrichtsräumen wird es fast unerträglich heiss. «Bei offenem Fenster wiederum ist der Unterricht kaum möglich», sagt Sutter. Nicht nur der Bahnverkehr, sondern auch die Autobahn stört.

Klimaanlage fehlt

Eine Klimaanlage sei beim Umbau des Bahnhofs zwar geplant gewesen, wurde dann aber aus Kostengründen gestrichen. Die Kosten für die Lüftungsanlage für alle vier Schulzimmer hätten rund 100 000 Franken ausgemacht.

Sutter will sich aber trotzdem für gute Qualität im Unterricht einsetzen. Er selber habe jedoch keinen Einfluss auf einen nachträglichen Einbau der Klimaanlage. Entsprechende Abklärungen werden bereits beim Kantonalen Hochbauamt gemacht. Sutter rechnet nicht damit, dass dies schon diesen Sommer passieren wird. «Der Sparkurs des Kantons macht es nicht einfach, solche Vorhaben zu realisieren», betont Sutter.

Vor- und Nachteile ausgleichen

Im «Custerhof» werden gesamthaft rund 700 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon maximal 100 täglich in den vier Klassenzimmern im ehemaligen Bahnhof. «Wir haben bewusst ein Rotationsprinzip eingeführt», erklärt Sutter. So sei es möglich, die Vor- und Nachteile der beiden Schulstandorte wieder auszugleichen. Im ehemaligen Bahnhof schätzen die Schüler zum Beispiel den kurzen Weg und die topmoderne Infrastruktur. Nachteile seien der Lärm und die Lüftung.

Der Custerhof sei vom Bahnhof etwas weiter entfernt, biete dafür mit der Mensa einen für die Schüler bedeutenden Vorteil.

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