Zu viele Vögel in der Voliere

Wie die Voliere in Zukunft aussehen wird, versuchen das städtische Hochbauamt und die Voliere-Gesellschaft zusammen zu erarbeiten. Klar ist bis jetzt, es sind zu viele Tiere.

Elisabeth Reisp
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Der Ohrfleck-Bartvogel teilt sich die Voliere mit vielen Vögeln. (Bild: Ralph Ribi)

Der Ohrfleck-Bartvogel teilt sich die Voliere mit vielen Vögeln. (Bild: Ralph Ribi)

Über 200 Vögel von 75 Vogelarten beherbergt die Voliere im Stadtpark, davon 25 Arten in der Aussenanlage und auf dem Weiher. Das ist eine stattliche Anzahl heimischer und exotischer Tiere. Nicht ohne Grund hegt die Gesellschaft schon seit einigen Jahren den Wunsch, die Voliere auszubauen. Ein entsprechendes Gesuch wies die Stadt vor drei Jahren aber ab; sie wollte die Voliere sanieren und in diesem Aufwisch die Gehege wieder auf die ursprüngliche Grösse zurück bauen.

Zu viele Arten bringen nichts

Mangels finanzieller Möglichkeiten konnte die Stadt diesen Schritt bisher nicht vollziehen. Gemeinsam erarbeiten Stadt und Voliere-Gesellschaft nun zusammen die Zukunft der Voliere. Für Details sei es noch zu früh, sagt Erol Doguoglu, Leiter des städtischen Hochbauamtes. Etwas habe sich aber bereits herauskristallisiert. Der an der letzten Sitzung teilnehmende Senior Kurator des Zoos Zürich, Robert Zingg, stellte fest, dass die Zahl der Vögel und der Arten zu hoch sei für einen Park dieser Grössenordnung. «Einzelne Vögel kommen gar nicht mehr zur Geltung.» Die Vögel der Voliere dienten nicht dem Selbstzweck, führt Zingg weiter aus. Sondern sind für die Öffentlichkeit ausgestellt. Es stelle sich die Frage, wie und was die Betreiber kommunizieren möchten. Zingg empfiehlt, sich auf wesentliche Arten zu konzentrieren. «Das können Exoten genauso sein wie heimische Vögel.» Doch sollten nicht zu viele verschiedene Arten in einer Voliere untergebracht werden. «Für die Besucher kann die Unterscheidung verschiedener Vögel schwierig sein», sagt Zingg. Gäbe es weniger Arten, könnten zudem mehr Infos zu den einzelnen Arten kommuniziert werden.

Bis in sieben Jahren saniert

Die Voliere-Gesellschaft wird nun entscheiden müssen, auf welche Arten sie sich konzentrieren will. Sie werde die Sammlung selber definieren, er stehe nur als Berater zur Seite, sagt der Zürcher Kurator. Von Seiten der Voliere war gestern keine Stellungnahme erhältlich.

Gemäss Erol Doguoglu ist noch unklar, wann welche Schritte definitiv in die Wege geleitet werden. Die Sanierung sei aber nicht vom Tisch. Nach wie vor sei dieser Kostenpunkt in der Investitionsrechnung aufgeführt. Bis in sieben Jahren soll die Voliere saniert sein.

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