Zu Gast beim Notruf 144

Gestern fand ein schweizweiter Aktionstag für die Notrufnummer 144 statt. Der Rettungsdienst des Kantonsspitals St. Gallen hat in der Marktgasse die Türen seiner Ambulanzfahrzeuge geöffnet.

Simone Buff
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Zwei Rettungsfahrzeuge des Notrufs 144 unter Inspektion. (Bild: Simone Buff)

Zwei Rettungsfahrzeuge des Notrufs 144 unter Inspektion. (Bild: Simone Buff)

In der Marktgasse steht die Ambulanz mit Rettungsfahrzeugen. Rundherum Personal in leuchtgelber Uniform. Manche Passanten schauen noch respektvoll aus der Distanz. Trotz gelegentlichem Blaulicht muss diesmal niemand zur Seite weichen, um Platz zu machen: Der grösste Rettungsdienst der Ostschweiz hat gestern zur Besichtigungstour seiner Ambulanzfahrzeuge eingeladen.

«144» populärer machen

«Nach wie vor kennen viele Leute die Notrufnummer 144 nicht. Oder sie wissen nicht genau, in welchen Fällen man dort wirklich anrufen kann», sagt Rettungssanitäter Simon Blumer. Ziel des schweizweiten Aktionstages ist es, die Nummer populärer zu machen. «Es kommt auch vor, dass die Leute sie mit der Nummer 118 für die Feuerwehr oder 117 für die Polizei verwechseln.»

Interessierte haben hier die Möglichkeit, die Notrufzentrale näher kennenzulernen und einen Einblick in die Arbeit der Rettungssanitäter und Notärzte zu erhalten. Ein 144er-Notruf geht immer an die Kantonale Sanitätsnotrufzentrale, die für St. Gallen und Umgebung zuständig ist. Diese koordiniert ihren Rettungsdienst mit den Spitälern St. Gallen, Rorschach und Flawil. Vergangenes Jahr rückte der Rettungsdienst ganze 7425mal aus.

Anweisungen bei Anruf

«Bei einem Herzinfarkt, einem ernsten Unfall oder Bewusstlosigkeit ist es falsch, zuerst den Hausarzt anzurufen, auch wenn man nicht genau weiss, wie schlecht es um die Person steht. Für solche Fälle gibt es den Notruf. Von der Zentrale bekommt der Anrufende auch fachgerechte Anweisungen von Rettungssanitätern. Allein das kann schon hilfreich sein.»

Im Rettungswagen wird das Equipment vorgeführt. Grössere Geräte wie Sauerstoffflasche, Beatmungsgerät, Defibrillator und Monitor stehen vor der orangegelben Fahrzeugtür am Boden. «Adieu, Herr Rettungssanitäter», sagt ein kleiner Blondschopf nach seiner Rettungswageninspektion beeindruckt.

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