Zu den Zügen geht's im Westen

Für die neue Rathausunterführung am Hauptbahnhof geben die SBB rund 32 Millionen Franken aus. Sie soll zehn Geschäften Platz bieten. Während des Umbaus erreichen die Passagiere die Züge über die Westunterführung.

Roger Berhalter
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Heller, breiter, mehr Geschäfte: Visualisierung der geplanten neuen Rathausunterführung am Hauptbahnhof. (Bild: pd)

Heller, breiter, mehr Geschäfte: Visualisierung der geplanten neuen Rathausunterführung am Hauptbahnhof. (Bild: pd)

Der Bahnhofplatz ist eine Grossbaustelle. Für insgesamt 120 Millionen Franken wird der grösste Verkehrsknotenpunkt der Ostschweiz derzeit bis Ende 2018 neu gestaltet. Ein wichtiges Teilprojekt ist dabei die Rathausunterführung, auf der heute die meisten Passagiere zu den Perrons gelangen und welche die Nord- und Südseite des Bahnhofs verbindet. Die SBB investieren gut 32 Millionen Franken in die neue Unterführung.

Ab Ende 2016 gesperrt

Zwei Jahre lang werden die Arbeiten an der Unterführung gemäss SBB dauern. Sie starten im Frühling 2016, ab dann bleibt zunächst der nördliche Zugang Richtung Rosenbergstrasse für Passanten gesperrt. Die Strasse wird für diese erste Bauetappe vorübergehend neu geführt. Ab Dezember 2016 bleibt die Unterführung ein Jahr lang komplett geschlossen. Die SBB haben sich für diese Variante entschieden, statt die Passagiere bei laufenden Bauarbeiten «in engen Provisorien durch die Unterführung zu schleusen». Der Durchgang bleibt nun zu, dafür können die SBB die Arbeiten in Tages- und Nachtschichten «kompakt in einer kurzen Zeit» realisieren. Steht der Rohbau, folgt ab 2017 der Innenausbau. Dann soll die Unterführung wieder geöffnet sein.

13 statt 8 Meter breit

Aktuelle Visualisierungen zeigen: Die neue Rathausunterführung wird heller und grösser werden. Konkret verbreitert sie sich beim Hauptzugang Richtung Bahnhofplatz von 8 auf 13 Meter. Gegen Norden verschmälert sich der Durchgang und wird beim Aufgang zur Rosenbergstrasse noch sechs Meter breit sein.

So entsteht mehr Platz für die Reisenden, aber auch mehr Platz für Ladengeschäfte und Restaurants. Künftig werden in der Unterführung zehn Geschäfte zu finden sein – heute sind es nur zwei (siehe Zweittext). Zudem fällt die bestehende Rampe weg, dafür sind neu zwei Lifte und zwei Rolltreppen vorgesehen.

Halteorte neu ausgerichtet

Während des einen Jahres, wenn die Unterführung geschlossen bleibt, müssen sich Zug- und Buspassagiere umstellen. Von Ende 2016 bis Ende 2017 werden laut SBB alle Reisenden durch die Westunterführung geleitet. Auch die Halteorte der Züge und Busse werden auf die westliche Unterführung ausgerichtet, welche schon vor der Neugestaltung des Bahnhofplatzes aufgewertet und mit Liften ausgestattet worden ist. «Damit ist gewährleistet, dass die Reisenden während der Sperrung der Rathausunterführung rechtzeitig ihre Züge erreichen», versprechen die SBB. Und: «Alle Zugsverbindungen werden wie gewohnt zur Verfügung stehen.»