Zu Besuch im Klassenzimmer

GOLDACH. Am Besuchstag der Oberstufe Goldach gaben rund 350 Schülerinnen und Schüler aus 15 Klassen Einblick in ihren Schulalltag. Musikalische und tänzerische Darbietungen fehlten ebenso wenig wie ein reichhaltiges kulinarisches Angebot aus der Schulküche.

Ramona Riedener
Drucken
Teilen
Manch eine Mutter oder ein Vater ist froh, dass ihre Kinder und nicht sie die Aufgaben im Chemieunterricht lösen müssen. (Bild: Ramona Riedener)

Manch eine Mutter oder ein Vater ist froh, dass ihre Kinder und nicht sie die Aufgaben im Chemieunterricht lösen müssen. (Bild: Ramona Riedener)

GOLDACH. Für einmal hiess es für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Goldach vergangenen Samstagmorgen früh aufstehen und zur Schule gehen. Ein ganz normaler Schultag war es jedoch nicht, denn Eltern, Grosseltern, Geschwister und Freunde waren zu Gast in den Klassenzimmern. Auf dem Innenhof wimmelte es von fröhlich schwatzenden und lachenden Menschen, bevor die Jugendlichen mit ihren Angehörigen in die Klassenzimmer eilten.

Eindrücke aus dem Schulalltag

Nein, sie sei nicht nervös, dass ihre Eltern ihr in der nächsten Stunde beim Lernen über die Schulter schauen, sagt die 12jährige Francesca Maffei aus der Klasse 1f. «Ich freue mich, dass meine Eltern sehen können, wie ich arbeite», meint sie und begibt sich auf ihren Platz. Der Unterricht beginnt, bevor der letzte Schüler hereinstürmt, der den Weg ins Klassenzimmer nicht auf Anhieb gefunden hat. Während Lehrerin Claudia Heule etwas über das Berechnen der Dichte von Stoffen von ihren Schülern wissen will, breitet sich auf manchen Gesichtern der Erwachsenen Ratlosigkeit aus. Zu lange ist es her, dass sie selber die Schulbank gedrückt haben. Im Chemielabor ist es stickig heiss. Dicht gedrängt verfolgen die zahlreichen Besucher interessiert die Experimente der Klasse 1b. Während Klassenlehrer Toni Frei die chemischen Vorgänge erklärt, rutschen einige Jungs unruhig auf ihren Stühlen hin und her. «Ich weiss, ihr würdet lieber singen», meint der Lehrer lachend, während sich die Klasse für die letzten paar Minuten dem theoretischen Teil der Lektion widmet.

Nicht nur Mathe und Physik

In der Schulküche herrscht eifriges Werken, denn das Menu muss bis Mittag fertig sein. Kochlehrerin Elisabeth Erni gibt Anweisungen, wie das Gemüse gerüstet werden muss. Die Jungs hantieren schon ganz geübt mit den übergrossen Rüstmessern. «Im ersten Jahr beginnt man mit Kochen ganz von vorne. Im zweiten Jahr geht es dann richtig ans Werk», sagt die Fachlehrerin. «Dann kochen wir auch mal schwierigere Sachen. Heute ist eine gute Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, zu zeigen, was sie schon können.» Schönes und «Sälbergmachts» in den Fächern Handarbeit, Werken und Bildnerisches Gestalten präsentierten die Jugendlichen in einer Ausstellung.

Musik und Tanz im Innenhof

Der Unterricht ist zu Ende, und die Jugendlichen und ihre Besucher verfolgen aufmerksam die musikalischen und tänzerischen Darbietungen im Innenhof. Der leichte Nieselregen, der eingesetzt hat, hindert die Schülerinnen nicht, zu zeigen, was sie in den Freifächern gelernt und für den Besuchstag eingeübt haben. Auch die Zuschauer geniessen unbeeindruckt vom Regen die Show und dazu das kulinarische Angebot aus der Schulküche.

Aktuelle Nachrichten