Zivilschutz kommt wie gerufen

Der Zivilschutz baut in seinem Wiederholungskurs eine neue Brücke. Während sechs Tagen sind bis zu zwölf Angehörige des Zivilschutzes im Einsatz und machen den Fussweg zwischen Untereggen und Rorschacherberg wieder begehbar.

Sebastian Keller
Merken
Drucken
Teilen
Neue Brücke vom Zivilschutz: Fussgänger können wieder von Untereggen nach Rorschacherberg spazieren. (Bild: Sebastian Keller)

Neue Brücke vom Zivilschutz: Fussgänger können wieder von Untereggen nach Rorschacherberg spazieren. (Bild: Sebastian Keller)

Untereggen. Durch die Blätter hindurch malt die Herbstsonne ihre Lichtfelder auf den Waldboden. Sägemehl liegt auf der neuen Brücke; unter ihr fliesst das Bächlein durch – unschuldig und schier geräuschlos. Idylle? Ja, jetzt schon. Doch ab Anfang August sah es hier, auf dem Waldweg zwischen dem Weiler Egg (Untereggen) und dem Weiler Eschlen (Rorschacherberg) garstig aus.

Starker Regenfall verursachte einen Hangrutsch und machte den beliebten Wanderweg zwischen den Nachbargemeinden unpassierbar. Da kam der Zivilschutz wie gerufen, sagt Roger Böni, Gemeindepräsident von Untereggen.

Wanderweg wieder offen

Geplant war, dass die Angehörigen der Regionalen Zivilschutzorganisation St. Gallen in ihrem Wiederholungskurs den Hang sichern. Der Regen im August setzte ihnen eine neue Aufgabe vor.

Während sechs Tagen waren bis gestern täglich zehn bis zwölf Pioniere des Zivilschutzes im Wald tätig. Sie bauten Rechen in den Bach, verlegten ein Rohr, sicherten den Hang mit Jute und zimmerten die neue Brücke. Als Träger der Brücke dienen Bäume aus demselben Wald, sagt Roger Böni. Er findet die Brücke eine schöne Sache: «Es hat gut geklappt. Und der Wanderweg ist wieder durchgehend offen.

» Zudem finde er es schön, dass Leute aus der Stadt auch mal etwas von der umliegenden Region sehen.

«Leute sind motiviert»

Auch Gunnar Henning, Kommandant der Regionalen Zivilschutzorganisation St. Gallen, bilanziert positiv: «Den Leuten hat es Spass gemacht und sie waren motiviert.» Beim Bau einer Brücke oder der Sanierung eines Wanderweges brauche es im Gegensatz zu Übungen keinen speziellen Ansporn, weiss der Kommandant aus Erfahrung.

Der Zivilschutz führe generell Arbeiten aus, die das Gewerbe nicht konkurrenzieren. So hätten sie während dieses Wiederholungskurses auch Treppenstufen auf dem Wanderweg Iltenriet-Altburg saniert, eine Ruine in der Stadt St. Gallen freigelegt und in Mörschwil einen Weg geflickt. «Wir freuen uns schon auf die Arbeiten im nächsten Jahr», sagt Henning.