Zivilschutz hilft nach Sturmschäden

STEINACH. Am Abend des 18. Juni wird die Region von einem Sturm heimgesucht. Er trifft auch den Steinacher Campingplatz Weidenhof. Bei den Aufräumarbeiten wirken Kräfte vom Zivilschutz und einer Stelle zur Arbeitsintegration mit.

Peter Beerli
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Aufräumarbeiten auf dem Mobilheim-Platz Weidenhof in Steinach. (Bild: pd)

Aufräumarbeiten auf dem Mobilheim-Platz Weidenhof in Steinach. (Bild: pd)

Das Jahr 2013 wird schweizweit als ein Jahr der heftigen Stürme und Gewitter in Erinnerung bleiben. Am Abend des 18. Juni, einem Dienstag, wird auch die Region Rorschach von einem Gewitter mit Hagelschlag und heftigen Winden heimgesucht. Glücklicherweise wird niemand verletzt. Doch vielerorts werden Bäume gefällt, müssen Strassen gesperrt werden.

Von diesem Sturm betroffen ist auch der Mobilheim-Platz Weidenhof, eine Anlage am See, welche der Gemeinde Steinach gehört. Zwei Mobilheime und der Velounterstand sind zerschlagen. Der idyllische kleine Wald darum herum mit teilweise alten Bäumen ist stark beeinträchtigt, bildet ein wildes Wirrwarr. Zwei Dutzend Birken, Erlen, Pappeln und Weiden sind geknickt, liegen am Boden. Noch am Abend des Ereignisses wird die örtliche Feuerwehr aufgeboten. Für die Aufräumarbeiten ruft Bauverwalter Hanspeter Eberle dann den Zivilschutz zur Hilfe.

Helfer aus einem WK

Major Peter Monn, der Kommandant der Zivilschutzorganisation Bodensee, schickt am Freitagmorgen sechs Betreuer mit Gruppenführer Simon Greiner vor Ort. Sie absolvieren gerade einen zweitägigen Wiederholungskurs. Am Montag werden die Betreuer durch drei Pioniere ersetzt, welche für solche Waldarbeiten besser ausgebildet sind als die Betreuer. Auch der «Kompass», eine der Arbeitsintegration dienende Stelle im thurgauischen Bischofszell, entsendet vier Männer zur Unterstützung.

Anstrengend, aber sinnvoll

Es gilt, geknickte Äste abzusägen, Geäst, Stauden und Blätter zusammenzutragen, den Platz aufzuräumen. Das Material wird wenn möglich zu Brennholz verarbeitet. Der Rest schliesslich wird in der Anlage Grünau kompostiert.

Von 7.30 bis 17.30 Uhr wird gearbeitet. Am Mittag lassen sich die Helfer im Hafenrestaurant verpflegen. Die Tätigkeit wird von allen Beteiligten zwar als sehr anstrengend beschrieben, aber als sinnvoll empfunden. «Man sieht am Abend, was man geleistet hat», sagt einer der Arbeitsuchenden befriedigt. Bauverwalter Hanspeter Eberle lobt den Einsatz aller seiner Helfer.

Die letzten Arbeiten

Noch ragen einige nackte Stämme gegen den Himmel. Sie werden aus Sicherheitsgründen von Fachleuten gefällt werden müssen. Dann wird die Anlage wieder sauber dastehen, und bald wird sich kaum jemand noch der Sturmschäden erinnern.