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Zickige Technik, rote Fliege und eine Steckerleiste

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Dass jede Technik ihre Tücken hat, zeigte sich in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments am vergangenen Mittwochabend. Ob es daran lag, dass die Debatte wegen der Fasnacht um einen Tag verschoben worden war? Jedenfalls gab sich die elektronische Abstimmungsanlage ziemlich zickig. Nicht wenige Stadtparlamentarierinnen und -parlamentarier mussten sich bei den Abstimmungen jeweils enthalten, nur weil ihre Fernbedienung nicht funktionierte. Lisa Etter (SP) wurde es bei der Abstimmung über das Spitex-Geschäft schliesslich zu bunt. Ausgerechnet nach ihrem engagierten Votum zur Alterspflege stieg ihr Gerät aus. Doch Etter wollte sich keinesfalls der Stimme enthalten und beantragte, von Hand nachzuzählen, so dass zumindest im Protokoll das Ergebnis korrekt vermerkt sei. Man mag sich kaum ausmalen, welche Tücken die Technik dereinst offenbart, wenn nicht nur im Parlamentssaal, sondern in der ganzen Stadt elektronisch abgestimmt wird. (rbe)

Nicht nur beim Nachzählen der Stimmen wegen technischer Probleme machte er eine gute Figur, auch sonst fiel Gallus Hufenus (SP) in dieser Parlamentssitzung optisch positiv auf. Der neue Stadtparlamentspräsident bestach durch sein Outfit: Im weissen Hemd, mit Hosenträgern und einer rot leuchtenden Fliege führte Hufenus durch die Geschäfte und liess die Stadtratsmitglieder ein paar Reihen vor ihm grau aussehen. Mode ist Kommunikation, und Hufenus’ Garderobe signalisierte: Hier bin ich und nehme mein Repräsentationsamt ernst. Und in Zeiten erregter Sexismus-Debatten scheint es durchaus angezeigt, auch bei einem männlichen Politiker einmal nur auf das Äussere zu achten. (rbe)

Er war der digitale Vorreiter des Stadtparlaments: Am Mittwoch hatte Michael Hugentobler (CVP) seine Derniere im Rat. Etwas mehr als neun Jahre sass der 37-Jährige im Parlament – und reichte während dieser Zeit zahlreiche Vorstösse zur digitalen Entwicklung ein. So forderte er einen papierlosen Parlamentsbetrieb, Open-Source-Softwares an Schulen und fragte den Stadtrat, wie man Touristen das kulturelle Erbe St. Gallens auch digital schmackhaft machen könne. Hugentobler war einer der ersten, der im Sekundarschulunterricht auf Tablets setzte. Und er verschreibt sich auch in seinem Hauptberuf der digitalen Zukunft. Die digitalen Spuren, die der Noch-Stadtparlamentarier im Waaghaus hinterlassen hat, werden auch nach seinem Rücktritt Ende Februar nicht ganz verschwinden. Seine Steckerleiste bleibt im Ratssaal. Und Parlamentspräsident Gallus Hufenus liess es sich nicht nehmen, Hugentobler dafür während seiner Verabschiedung persönlich zu danken. (ghi)

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