Zeigefreudige Bands gesucht

In seiner dritten Ausgabe findet am 30. September und 1. Oktober das Bandraum-Festival Disorder statt. Dabei zeigen städtische Bands ihre Proberäume und machen Musik. Teilnehmer sind dringend gesucht.

Kathrin Reimann
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Die üblichen Verdächtigen gaben ein Konzert vor ihrem Bandraum in der Reithalle. Allerdings nur kurz. (Bild: pd/Philipp Stüdeli)

Die üblichen Verdächtigen gaben ein Konzert vor ihrem Bandraum in der Reithalle. Allerdings nur kurz. (Bild: pd/Philipp Stüdeli)

Vor zwei Jahren wurde das «Disorder» zum ersten Mal durchgeführt. Zwölf Bands nahmen teil; sie zeigten ihre sonst geheimen Bandräume, spielten Konzerte, veranstalteten Jams oder präsentierten der Allgemeinheit in sonst irgendeiner Form ihre Arbeit. Ein Jahr später waren es bereits 17 Bands, die am Festival teilnahmen. «Zudem waren die Darbietungen experimenteller als beim ersten Mal», sagt Organisator Thiemo Legatis. So hätten sich für den Anlass neue Formationen gebildet und in Jamsessions habe es ebenfalls einen Austausch unter Musikern gegeben. «Ausserdem wurde das Publikum neugieriger, im letzten Jahr zogen viele von Bandraum zu Bandraum und blieben nicht in einem hängen.»

Alles ist möglich, alles ist gratis

Damit das «Disorder», welches am 30. September und 1. Oktober stattfindet, auch dieses Jahr zum Erfolg wird, sind Bands gesucht, die ihren Proberaum in der Stadt haben und bereits sind, diesen der Bevölkerung zugänglich zu machen. «Die Bands entscheiden selbst, was und wann sie spielen und sind verantwortlich, was in ihren Bandräumen passiert», sagt Legatis. Ob Jamsessions veranstaltet, Instrumente vertauscht, klassische Sets oder Improvisationen angeboten werden, ist ihm egal. «Alles ist möglich – einzige Bedingung: Der Eintritt ist frei.»

Polizei setzte Show ein Ende

«Einige Bands haben mir bereits mitgeteilt, dass sie wieder oder neu dabei sind», sagt Legatis. Dabei seien die Musikrichtungen, aus der die Bands stammen, erneut sehr unterschiedlich. «Wir haben Hip-Hop, Techno, Country, Rock und Psychedelic – einzig Schlager war noch nie dabei.» Doch auch diesen Stil würde man nicht ablehnen. «Es steht jedem frei, sich am <Disorder> zu beteiligen.»

Auch Konzerte vor dem Bandraum seien möglich, ganz so wie das Die üblichen Verdächtigen im letzten Jahr vor der Reithalle getan hätten. «Allerdings tauchte nach 30 Minuten die Polizei auf und setzte dem Ganzen ein Ende.»

Interessierte können sich auf der Homepage anmelden.

www.disorder.ch