Zehn Schtutz pro Minute

Dienstag nach 17 Uhr zwischen Bahnhof und Schibenertor: Schnee macht die Parkplatzsuche in der Stadt noch anspruchsvoller als sonst. Aber ein Thurgauer Automobilist hat Glück. Ihm schneit es eine freie Parkfläche quasi vor das Lenkrad.

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Rasch parkiert, Bahn blockiert. (Bild: Hansueli Stettler)

Rasch parkiert, Bahn blockiert. (Bild: Hansueli Stettler)

Dienstag nach 17 Uhr zwischen Bahnhof und Schibenertor: Schnee macht die Parkplatzsuche in der Stadt noch anspruchsvoller als sonst. Aber ein Thurgauer Automobilist hat Glück. Ihm schneit es eine freie Parkfläche quasi vor das Lenkrad.

Bussen-Rattenschwanz

Öffentlicher Raum ist in der Stadt allerdings, anders als auf dem Land, umkämpft. So gibt es hier Strassen, auf denen neben Autos auch Busse, die Appenzeller Bahnen und manchmal gar Velos Platz bekommen.

Das hat parkiertechnische Konsequenzen: Der Wagen soll innerhalb gegebener Grenzen stehen. Sonst kann es eine Busse von 120 Franken geben, etwa wegen Parkierens «näher als 1,5 Meter neben der nächsten Strassenbahnschiene». Weiter kann es dazu führen, dass ein Leser ein Bild davon macht und der Redaktion schickt, die Appenzeller Bahnen einen Ersatzbus auftreiben – Kosten: 300 bis 400 Franken – und die Stadtpolizei den Abschleppdienst – Kosten: 120 Franken – ruft.

Ein Unterhaltungsangebot

Ebendies ist dem Lenker des abgebildeten Autos passiert. Immerhin hat er – infolge Abwesenheit – die Schimpfe im blockierten Bähnli nicht gehört. Aber er wird künftig Parkieren in St. Gallen für sehr teuer halten. Rund zehn Franken pro Minute dürften es sein. Dafür hat er auch etwas erlebt: Die Zentrumsstadt ist bekannt für ihr Unterhaltungsangebot. (kl)