Zehn Jahre regionales Tixi

VORDERLAND. Mit dem seit zehn Jahren in Walzenhausen stationierten Tixi-Taxi fahren bis sieben Freiwillige mobilitätsbehinderte Menschen aus dem Vorderland zu Arzt, Therapie und weiteren Zielen.

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Das Tixi-Team im Appenzeller Vorderland: Disponentin Barbara Steyer und die Fahrer Peter Baschnonga, Peter Fürer, Alfred Widmer, Hans Niederer, Hanspeter Rohner, Hansueli Nef und Peter Wolten (von links). (Bild: TTV)

Das Tixi-Team im Appenzeller Vorderland: Disponentin Barbara Steyer und die Fahrer Peter Baschnonga, Peter Fürer, Alfred Widmer, Hans Niederer, Hanspeter Rohner, Hansueli Nef und Peter Wolten (von links). (Bild: TTV)

1993 wurde im Appenzellerland der Tixi-Behindertenfahrdienst-Verein gegründet. Aufgrund steigender Nachfrage wurde ein Standort gesucht, der die Anfahrtswege ins Vorderland verkürzt. Vor zehn Jahren, am 1. Mai 2001, konnte dank der Rheinburg-Klinik das Tixi-Taxi mit der Nummer 4 in Walzenhausen stationiert werden.

«Es könnte mehr sein»

Alfred Widmer und Erich Metzler waren die Fahrer der ersten Stunde. Alfred Widmer, aktiv bis 2008, ist noch heute oft dabei, wenn sich die jetzt sechs ehrenamtlichen Fahrer im «Bädli» Wolfhalden treffen, um den Einsatzplan für einige Monate zu besprechen; der siebte macht Pause. In schnellem Einvernehmen finden sie jeweils ihre Wochen, während denen sie das Tixi bedienen.

«Manchmal», finden die Fahrer, «könnte mehr zu tun sein.» Liegt dies möglicherweise daran, dass zwar der Name «Tixi», nicht aber dessen Bedeutung bekannt ist? Oder dass Interessierte zu wenig über die Preise wissen? Wer die Dienste des Tixi-Taxis in Anspruch nehmen möchte, muss für einen Jahresbeitrag von 30 Franken Vereinsmitglied werden. Für Institutionen wie Heime und Spitäler gibt es eine Kollektivmitgliedschaft.

Für 1 Fr. pro Kilometer

Benützer können sich ungefähr zwei Tage vor dem Fahrwunsch in der Zentrale melden und werden dann wunschgemäss für einen Franken pro Kilometer chauffiert. Oft geht es dabei um Arzt- und Krankenhausbesuche oder um Fahrten zu Therapien. Viele der Fahrgäste sind an den Rollstuhl gebunden; dafür steht ein besonders ausgestattetes Auto zur Verfügung. Die Tixi sind gross genug, dass auch Gehhilfen und Rollatoren Platz finden.

Der Startpunkt ist meistens im Vorderland, das Ziel kann zum Beispiel St. Gallen oder Zürich sein. Im Archiv findet sich sogar der Auftrag für eine Fahrt bis in die Oberpfalz. Das alles ist nur dank der Fahrer und zahlreicher Sponsoren möglich; kostendeckend sind die Fahrten nicht. (TTV)