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Zahlen, Daten, Fakten

Parlamentarier, die sich gewissenhaft auf die heutige Rechnungssitzung vorbereitet haben, mussten sich durch einen Zahlenberg durcharbeiten. Und sie dürften dabei auch Überraschendes, Kurioses und Interessantes gefunden haben. Zum Beispiel ausserordentliche Lohnanpassungen bei den städtischen Verkehrsbetrieben in der Höhe von 350000 Franken. Der Grund für die saftige Lohnrunde? Gemäss einer Vorlage ans Stadtparlament erfolgte die Lohnerhöhung um der Abwanderung von Mitarbeitenden zu anderen Transportunternehmen Einhalt zu gebieten.

Mit der Rechnung der Stadt wird auch der Geschäftsbericht der Stadt publiziert. Darin sind die wichtigsten Zahlen aller Direktionen, Amts- und Dienststellen aufgelistet. Die Macher des Berichts lassen es sich jeweils nicht nehmen, in hübschen Grafiken ein paar weniger relevante Zahlen einfliessen zu lassen. So erfährt der geneigte Leser ganz nebenbei, dass es trotz Frankenstärke und Onlinehandel immer mehr Kleidergeschäfte in der Stadt gibt. Waren es 2014 noch 109 Läden, zählte St. Gallen 2015 bereits 133 Geschäfte im Bereich Bekleidung. Letztes Jahr stieg die Zahl auf 162 an.

Möglicherweise handelt es sich bei den Geschäften um Outdoor-Ausrüster mit dicken Daunenjacken und festen Winterstiefeln im Sortiment. Denn wie dem Geschäftsbericht ebenfalls zu entnehmen ist, hat in der Zeit von 2014 bis 2016 auch die Zahl der Tage mit Minustemperaturen zugenommen: von 48 (2014) auf 88 (2016). Übrigens haben in derselben Zeit die Eheschliessungen abgenommen. Vielleicht hat’s mit den kalten Tagen zu tun, vielleicht auch nicht, aber während 2014 noch 432 Brautleuten warm ums Herz wurde, entflammten 2016 nur noch 399 Paare für die Ehe.

Nicht lustig, aber offensichtlich notwendig ist der Nachtragskredit für die Stadtpolizei von rund einer halben Million. Aufgrund der «neuartigen Bedrohung mit terroristischem Hintergrund» sah sich die Stadtpolizei gezwungen, ihre Ausrüstung aufzurüsten. Dazu hat sie zusätzliche kugelsichere Schutzausrüstungen, Pistolen und Nachtsichtgeräte angeschafft. Aufgrund des neuen Gesetzes über die beweissichere Atem-Alkoholprobe sah sich die Stadtpolizei zudem gezwungen, entsprechend neue Alkoholmessgeräte zu erwerben. Dass die Stadtpolizei immer mehr zu tun hat, zeigt sich auch an der zunehmenden Veranstaltungsfreude der St. Galler. Waren es 2015 noch 1613 bewilligte Veranstaltungen, stieg diese Zahl im vergangenen Jahr auf 1852.

Immer mehr Feste für immer weniger Personen also. Denn in der Stadt St. Gallen waren im letzten Jahr nur 79331 Personen angemeldet. Das sind 69 weniger als noch im Jahr zuvor. Auch die Zahl der tierischen Bewohner nimmt ab, ist aber immer noch überraschend stattlich: 1781 Kühe leben auf Stadtgebiet, 43 weniger als im Jahr zuvor. Dazu kommen 509 Schweine und 334 Schafe. Wenn die stetige Wohnbevölkerung als einzige im Schweizer Städtevergleich nicht wachsen will, werden doch wenigstens die Besucher mehr. Sprunghaft ist die Anzahl Logiernächte von 190616 (2015) auf 217180 (2016) gestiegen. Auch Pendler gibt es immer mehr: 2016 pendelten 1148 Personen mehr als im Vorjahr für die Arbeit nach St. Gallen. Ungefähr die Anzahl Personen, die der Stadt fehlen, um endlich die ersehnte 80000-Einwohner-Marke zu knacken. (rsp)

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