Zahl der Unfälle in der Stadt ist zurückgegangen

«Nur» 656 Verkehrsunfälle gab es vergangenes Jahr in der Stadt. Der Wert liegt im langjährigen Mittel, ist aber viel tiefer als 2009. Steigend sind Fälle von «Fahren unter Drogeneinfluss».

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Die Anzahl polizeilich erfasster Verkehrsunfälle hat 2010 abgenommen. Im Vergleich zu 2009 gab es einen Rückgang um 10 Prozent, von 741 Unfällen auf deren 656. Mit Ausnahme des Jahres 2009 hätten sich die Werte der vergangenen Jahre zwischen 650 und 700 eingependelt, heisst es in einer Mitteilung der Stadtpolizei. Bei 153 Unfällen gab es Verletzte, damit wurde der tiefste Wert seit fünf Jahren erreicht. Tote gab es bei Unfällen auf Stadtstrassen 2010 keine zu beklagen.

Verschiedene Unfallursachen

Der unfallreichste Monat war gemäss Statistik der Juni. Insgesamt gingen vergangenes Jahr 195 Unfälle auf mangelnde Aufmerksamkeit zurück. Dieser Wert sei sprunghaft gestiegen, was auf häufigeres Telefonieren am Steuer zurückzuführen sei. 49 Unfälle gab es wegen Missachtung der Vortrittsregeln, 31 wegen zu schnellen Fahrens und 44 wegen Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss.

Mit fast vier Promille am Steuer

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 325 Personen wegen «Fahrens in nicht fahrfähigem Zustand angezeigt», 2009 waren es noch 354 gewesen. Von den angezeigten Personen hatten 270 einen Wert von mehr als 0,5 Promille. 3 Prozent dieser Fahrzeuglenker waren mit mehr als 2 Promille unterwegs, ein Mann wurde sogar mit 3,83 Promille angehalten.

Während die Zahlen beim Alkohol leicht zurückgegangen sind, sind sie bei den Drogen angestiegen. 44 Personen wurden kontrolliert, die zuvor nachweislich Drogen konsumiert hatten, bei 11 Personen waren Alkohol und Drogen im Spiel.

Rund 44 000 fuhren zu schnell

Die Stadtpolizei hat auch 2010 an sechs Orten stationäre Geschwindigkeitsmessungen gemacht (Blumenbergplatz, Heiligkreuz, Langgasse, Neudorf, Teufener Strasse, Sonnenstrasse). Von knapp 4 Millionen Fahrzeugen fuhren dabei 8480 zu schnell. Seit vergangenem Jahr ist auch eine «semistationäre Messanlage» im Einsatz. Damit wurden 26 355 zu schnelle Fahrzeuge gemessen. Dazu wurden 315 mobile Messungen durchgeführt. In der 30er-Zone waren von 23 724 gemessenen Fahrzeugen 4525 zu schnell unterwegs, in 50er-Zonen von 54 407 Fahrzeugen deren 4638.

Die Ergebnisse werden laut Stadtpolizei analysiert. Mögliche Massnahmen, um die Unfallzahl und die Geschwindigkeitsübertretungen weiter zu senken, seien vermehrte Kontrollen, aber auch bauliche Veränderungen oder Plakatkampagnen. (pd/rst)

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