WWF rekurriert gegen Schuppis-Einzonung

Zusammen mit der allgemeinen Schutzverordnung liegt auch die besondere Schutzverordnung Schuppis auf. Dieses hat in der Gemeinde als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung eine Sonderstellung. «Wir sind uns dessen bewusst und wollen das Gebiet entsprechend pflegen.

Corina Tobler
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Zusammen mit der allgemeinen Schutzverordnung liegt auch die besondere Schutzverordnung Schuppis auf. Dieses hat in der Gemeinde als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung eine Sonderstellung. «Wir sind uns dessen bewusst und wollen das Gebiet entsprechend pflegen. Dies lassen wir uns auch einiges kosten», sagt Gemeindepräsident Thomas Würth. Die neue Schutzverordnung hat sich inhaltlich im Vergleich zur bisherigen aus dem Jahr 1998 kaum verändert.

BMX-Diskussion fruchtet

«Sie ist aber detaillierter geworden. Die Koexistenz des BMX-Clubs mit seiner Anlage und des Naturschutzgebietes hat ja immer wieder zu Konflikten geführt. Dieser hätte mit der xxxx vorgeschlagenen Verlegung der BMX-Anlage an die Aachstrasse endgültig beigelegt werden sollen. «Bei einem Ja wäre das Areal der BMX-Bahn dem Biotop zugeführt worden. Doch das Stimmvolk entschied dagegen, so dass für uns klar war, dass für alle Beteiligten die Grenzen klar festgelegt werden mussten.» Unter Einbezug des Biologen André Matjaz diskutierten Vertreter vom BMX-Club, von der Bauverwaltung und die Betreuer des Naturschutzgebiets. «Das war ein sehr fruchtbarer Prozess, der zum besseren gegenseitigen Verständnis beigetragen hat. Nun sind die Spielregeln für beide Seiten klar», so Würth.

Gärten im Biotop-Perimeter

Während im Bereich BMX eine Einigung erzielt werden konnte, gibt es dafür Uneinigkeiten mit dem Umweltschutzverband WWF. «Die Schutzverordnung steht im Zusammenhang mit der Revision des Zonenplans. Darin haben wir unter anderem am Rande des Biotops eine Einzonung vorgenommen, gegen die der WWF zunächst Einsprache erhob. Diese wiesen wir ab, doch nach Ablauf der Referendumsfrist wurde beim Kanton Rekurs eingereicht», sagt Würth. Konkret geht es um einen schmalen Streifen am Südende des Biotops, der neu der Wohn- und Gewerbezone zugeteilt werden soll, sowie um einen zweiten Randbereich, der neu Wohnzone ist (siehe Grafik). «Die Bewohner der Häuser an der Libellenstrasse haben in Richtung Biotop auf ihren Parzellen Gärten eingerichtet. Das war genau genommen verboten. Der Verlust dieser Flächen vor dem steil abfallenden Hang Richtung Schuppis ist aber für das Biotop kein Nachteil, daher haben wir uns entschieden, diesen Streifen einzuzonen», erklärt Würth.

WWF will keine Verkleinerung

Er betont, die Gemeinde verfolge keineswegs das Ziel, das Biotop über eine Hintertüre zu beschneiden. «Der WWF argumentiert natürlich, dass die Verkleinerung des Biotops unzulässig sei. Doch kleine Teilflächen von Wohnparzellen dem Naturschutzgebiet zuzurechnen, macht keinen Sinn. Davon profitiert das Biotop nicht. Daher stehen wir hinter der Einzonung», sagt Würth.