WWF empfiehlt ein Ja zur Raumplanung

ST. GALLEN. Der WWF St. Gallen empfiehlt am 3. März bei der Abstimmung über das Raumplanungsgesetz ein Ja in die Urne zu legen. Dies sei «ein Ja für den Erhalt der übrig gebliebenen Naturräume und ein Ja für künftige Generationen».

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ST. GALLEN. Der WWF St. Gallen empfiehlt am 3. März bei der Abstimmung über das Raumplanungsgesetz ein Ja in die Urne zu legen. Dies sei «ein Ja für den Erhalt der übrig gebliebenen Naturräume und ein Ja für künftige Generationen».

Die Ampel steht auf Rot

Der WWF engagiere sich schon lange für die noch vorhandenen, unverbauten Flächen und die darin enthaltenen Naturräume. «Es ist ein stetiger Kampf – manchmal fast gegen Windmühlen. Die tägliche Arbeit lehrt uns als Umweltorganisation, dass das Bewusstsein für den Wert der Ressource Boden noch entwicklungsfähig ist», sagt WWF-Geschäftsführer Martin Zimmermann.

«Für uns ist das neue Raumplanungsgesetz von entscheidender Bedeutung. Es ist ein wichtiges Instrument für den Staat, die Kantone, Gemeinden, aber auch uns Umweltorganisationen, auf einer soliden gesetzlichen Grundlage die weitere Zerstörung von Kulturland zu verhindern», sagt Zimmermann. Die Ampeln stünden auf Rot. Es seien zu viele Pflanzen- und Tierarten bereits verschwunden. Zu viele Arten seien gefährdet oder kaum mehr zu retten. «Auch die Naherholungsräume verlieren zunehmend ihren Wert, denn auch sie werden unter dem Siedlungsdruck in Mitleidenschaft gezogen.»

Lebensgrundlagen erhalten

Damit diese Spirale nicht endlos weitergehe, plädiert der WWF für ein Ja an der Urne. Ein Nein sei keine Alternative: Die Siedlungsfläche würde weiter ausgedehnt, die Mobilität würde zunehmen, der Strassen- und Schienenverkehr müsste mit Milliarden von Franken saniert und die Aufnahmefähigkeit vergrössert werden. An der damit verbundenen, sinkenden Lebensqualität würden alle leiden. Vor allem aber wäre ein Nein auch eine Ohrfeige für die heutige Jugend und ihre Kinder von morgen. «Keine Generation hat das Recht, die Lebensgrundlage der nachfolgenden Generationen zu beschädigen. Wer ein Ja in die Urne legt, schützt nicht nur die Natur, sondern vor allem auch die Menschen», sagt Martin Zimmermann. (red.)