Wurlitzerorgel ist bereit zu tönen

Die Reformierte Kirchgemeinde St. Georgen hat in ihrem Gemeindehaus eine historische Wurlitzerorgel einbauen lassen. Die Orgel, die früher im Kino zu Stummfilmen gespielt wurde, wird nun eingeweiht.

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Der Organist Bernhard Ruchti vor der Wurlitzerorgel. (Bild: Coralie Wenger)

Der Organist Bernhard Ruchti vor der Wurlitzerorgel. (Bild: Coralie Wenger)

Die Wurlitzerorgel von St. Georgen hat eine lange Geschichte und einen weiten Weg hinter sich: Sie wurde 1923 für ein Kino in La Porte, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Indiana, gebaut. In den 1960er-Jahren wurde sie eingelagert und in den letzten Jahren in Chicago restauriert. Nun tönt sie in St. Georgen. Am Sonntag wird sie im Gottesdienst um 10 Uhr feierlich eingeweiht, bespielt wird sie von Organist Bernhard Ruchti.

Der Festakt für die spezielle Orgel beginnt um 12.30 Uhr. Anschliessend wird ein Dessertbuffet angeboten. Am selben Tag um 17 Uhr wird Mark Harmon aus den USA der Orgel Töne im typischen amerikanischen Theaterorgelstil entlocken.

Das Besondere an der Wurlitzerorgel: Sie besitzt Pfeifen wie eine Kirchenorgel, aber auch eine grosse Anzahl von perkussiven Registern wie Xylophon, Glockenspiel, Marimbaphon, Bass Drum, Snare Drum, Becken und Chrysoglott – eine Art Glasharfe. Und weil die Wurlitzerorgel für Stummfilme gebaut wurde, kann sie auch Geräusche spielen, die in Filmen gang und gäbe sind. Etwa eine Türglocke, eine Polizeisirene oder Pferdegetrampel. Heute sind noch zwölf originale Wurlitzerorgeln erhalten, die zur Begleitung von Stummfilmen entwickelt wurden. Dass eine davon den Weg nach St. Georgen gefunden hat, ist dem Organisten Bernhard Ruchti zu verdanken. (pd/rsp)

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