Würth wächst 2014 im Kulturbereich

RORSCHACH. Bisher besuchten 50'000 Kunst- und Architekturinteressierte das im April eröffnete Würth-Haus am See. 2014 sollen es noch mehr werden – dank Kulturanlässen für alle Generationen. Baulich wächst die Konzernfiliale in Rorschach vorerst nicht weiter.

Fritz Bichsel
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Bei Würth: Kunst Max Bill, Architektur Annette Gigon. (Bild: Fritz Bichsel)

Bei Würth: Kunst Max Bill, Architektur Annette Gigon. (Bild: Fritz Bichsel)

Workshops mit Kunst und Künstlern für Kinder, Jugendliche und Erwachsene; Konzerte von der Stadtmusik Rorschach und dem Collegium Musicum Ostschweiz über Philipp Frankhauser oder Bliss bis zur Philharmonie der Nationen oder Stradivari-Quartett: Das sind Beispiele aus dem Veranstaltungsprogramm, welches das Würth-Haus in Rorschach erstmals anbietet und gestern vorstellte. Hinzu kommen ein Angebot mit Essen während der Fussball-WM, ähnlich wie in einer Stadion-VIP-Lounge, weitere Kombinationen von Kunst und Gastronomie, spezielle Führungen für Blinde und Sehbehinderte, Familientag oder Filmnachmittag, Wie schon 2013 stehen auf dem von Frank Marreau betreuten Programm zudem die frei zugängliche Kunstausstellung und Führungen durch diese Auswahl an Bildern und Skulpturen aus der Würth-Sammlung.

Arbeit und Kunst verbinden

Reinhold Würth baute den Weltkonzern mit Befestigungstechnik am Bau als Kerngeschäft auf und trug über 50 Jahre 16 000 Kunstwerke zusammen. So gehören zum Unternehmen auch Kunstmuseen in Betriebsräumen. Das 15. in Rorschach entfaltet nach Aussage seiner Leiterin Tanja Zepf, was der inzwischen 80jährige Patron davon erwartet: «Angenehme Arbeitsatmosphäre, Inspiration für Produkte und Dienstleistungen.»

Jürg Michel, Leiter des Würth-Standortes Rorschach, ist «überrascht von der hohen Anzahl Besucher». Frank Marreau freut sich ebenso «über die rege Nutzung von Räumen durch Verbände oder Unternehmen für eigene Anlässe». Dafür stehen der 500plätzige Saal, 16 Seminarräume, Dolmetscherkabinen sowie Café, Bar und öffentliches Restaurant zur Verfügung. Bei den neuen, für die Öffentlichkeit organisierten Veranstaltungen kostet ein Ticket 30 bis 40 Franken.

«Auch innen ein Erlebnis»

Architektonisch ist das von Annette Gigon projektierte Würth-Haus geprägt durch die doppelte Glasfassade. Auch innen sei der für Büroarbeitsplätze errichtete Komplex «ein Erlebnis und angenehm zum Arbeiten, auch dank Seesicht und hervorragender Akustik», sagt Jürg Michel. Auch Mitarbeiter, die aus Zürich kamen und vor dem Umzug in die Ostschweiz skeptisch gewesen seien, hätten sich hier sofort wohl gefühlt.

Ausbau in weiterer Zukunft

Sechs Würth-Firmen mit 170 Mitarbeitenden zogen vor acht Monaten ein. Das Gebäude bietet noch Raum für etwa 80 weitere Arbeitsplätze. Das Projekt und der Landkauf ermöglichen eine zweite Bauetappe für nochmals gut 200 Arbeitsplätze. In den nächsten Jahren genügt nach Auskunft von Jürg Michel die Raumreserve noch.

www.wuerth-haus-rorschach.ch

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