Würth gibt Preisgeld weiter

RORSCHACH. Die Carl-Stürm-Stiftung hat den Industriellen Reinhold Würth für sein Engagement am See ausgezeichnet. Das Preisgeld stiftet der Geehrte für das Projekt «Begegnungsplatz Kellen».

Rudolf Hirtl
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Preisträger Reinhold Würth (links) gibt den Check über 50 000 Franken an Beat Ulrich vom Projekt «Begegnungsplatz Kellen» weiter. (Bild: Leo Boesinger)

Preisträger Reinhold Würth (links) gibt den Check über 50 000 Franken an Beat Ulrich vom Projekt «Begegnungsplatz Kellen» weiter. (Bild: Leo Boesinger)

Der deutsche Unternehmer Reinhold Würth hat mit seinem Entscheid, eine Niederlassung in Rorschach mit 250 Arbeitsplätzen zu realisieren, nicht nur eine «Steilvorlage für die ganze Region» geliefert, wie es Laudatio-Redner Ernst Buob ausdrückte, sondern mit der Weitergabe des Checks von 50 000 Franken an Beat Ulrich noch im Rahmen der Verleihung des Carl-Stürm-Preises auch dem Projektteam des Begegnungsplatzes Kellen auf die Zielgerade verholfen. «Ich bin erstaunt, dass an einem Werktag derart viele Leute hierher gekommen sind», sagte Reinhold Würth gestern auf der Stadthof-Bühne und hatte die Lacher damit auf seiner Seite. «Schon dieser Umstand ist eine grosse Ehre für mich und meine Familie.»

Bescheiden, demütig bleiben

Die Bemerkung von Buob bei der Übergabe des überdimensionierten Checks, er habe vermutlich schon viel höhere Beträge per Check erhalten, dieser könne aber zumindest flächenmässig mithalten, konterte Würth mit der Mahnung, nicht zu vergessen, dass so mancher Arbeiter ein Jahr arbeiten müsse. um so einen beachtlichen Betrag zu verdienen. «Wir haben trotz der Macht des Erfolges nicht vergessen, Demut und Bescheidenheit zu zeigen», sagte der 76jährige Firmenpatron und ging in der Folge auch auf Spekulationen ein, die Würth-Gruppe könnte sich vom Gross-Projekt in Rorschach zurückziehen. «Vernünftige Kaufleute setzen nicht 150 Millionen Franken in die Landschaft, ohne zu wissen, was man damit macht. «Wir haben ein Versprechen abgeben, hier zuerst 200, später 300 Arbeitsplätze zu schaffen. Dieses Versprechen, das kann ich der Bevölkerung versichern, werden wir auch einhalten.» Einmal mehr betonte Reinhold Würth, der fünf Firmenjets besitzt, die ausschlaggebende Rolle des Airports in Altenrhein. «Ohne den nahen Airport, hätten wir uns niemals für den Standort Rorschach entschieden.»

Weiteren Meilenstein setzen

Das Preisgeld werde er nicht in der eigenen Tasche verschwinden lassen, sagte Würth. Es solle vielmehr einen weiteren Meilenstein setzen für den Aufschwung in der Region. Nicht nur Beat Ulrich, der sich im Namen des Vereins Begegnungsplatz Kellen herzlich für die grosszügige Geste bedankte, zeigte sich beeindruckt von der Persönlichkeit des Preisträgers, der ganze Saal zollte Würth hörbar Anerkennung. ostschweiz 31

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