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WÜRGESCHLANGE: Exoten zum Anfassen

In der Halle 3.0 präsentiert der Walter-Zoo an seiner Offa-Sonderschau täglich vier Tiere zum Anfassen. Achtung: Beim Tigerpython ist Vorsicht geboten.
Christoph Renn
Mutig: Kinder streicheln an der Offa einen vier Meter langen Tigerpython aus dem Walter-Zoo. (Bilder: Christoph Renn)

Mutig: Kinder streicheln an der Offa einen vier Meter langen Tigerpython aus dem Walter-Zoo. (Bilder: Christoph Renn)

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Tigerpython Lexa ist eine Zicke. Achatschnecke Karli geniesst das Rampenlicht. Streicheleinheiten liebt Barti, die Bartagame aus Australien. Nur Rotknie-Vogelspinne Antonia mag es ruhig. Die Charakterzüge der Tiere des Walter-Zoos sind an der Sonderschau in der Halle 3.0 an der Offa zu erleben. Sechsmal täglich werden sie präsentiert. Ganz zur Freude der Kinder, die mal ängstlich, mal fasziniert auf die Viecher reagieren. Jeden Abend geht es für die Tiere zurück in den Zoo: «Obwohl wir Tiere zeigen, die wenig Stress haben, müssen sie sich nach einem Tag an der Offa in Ruhe erholen», sagt Leandra Pörtner, Biologin des Walter-Zoos.

Vor dem grossen Auftritt liegen die Tiere in Boxen in einem Nebenraum. Eine Mitarbeiterin kocht Wasser, füllt es in Bettflaschen und legt diese zu Tigerpython und Bartagame. «Sie mögen es warm», sagt Pörtner. Vor allem Schlange Lexa aus Südostasien müssen den ganzen Tag gehegt und gepflegt werden. «Gefällt es ihr nicht, können wir sie kaum vorführen. Dann beginnt sie zu fauchen und spannt ihre Muskeln an.» Gefährlich werde es für die Messebesucher aber auch dann nicht unbedingt. Man dürfe Lexa einfach nicht zu nahe an den Kopf kommen. «Ihr Biss ist nicht giftig, jedoch sehr schmerzhaft», sagt Pörtner. Immerhin misst die elfjährige Würgeschlange knapp vier Meter und wiegt über 30 Kilogramm.

Eine der grössten Landschnecken der Welt

Deutlich leichter und um vieles langsamer ist Achatschnecke Karli. Mit einer Körperlänge bis zu 30 Zentimetern ist sie eine der grösste Landschnecken der Welt. «Ihr Gehäuse kann bis zu 20 Zentimeter lang werden», ergänzt Biologin Pörtner. Und dieses stelle Karli gerne zur Schau. Wenn auch nur im Schneckentempo. «Es dauert jeweils gut eine Minute, bis sie sich den Besuchern in ganzer Länge zeigt.» Die Freude ist dann bei den kleinen Messe-Besuchern überraschend gross: «Mami, Mami, ich habe noch nie eine so grosse Schnecke gesehen», sagt ein Mädchen, das in der Reihe ansteht, um das Tier berühren zu können. Karli scheint die Zuneigung zu gefallen, die Riesenschnecke kriecht Biologin Leandra Pörtner langsam den Arm hoch, hinterlässt dabei eine Schleimspur. «Sie geniesst es sichtlich, wenn ihr Kinder über das Haus streicheln.»

Dasselbe gilt für Bartagame Barti, eine mittelgrosse weibliche Echse, die in Australien zu Hause ist. «Sie ist handzahm», sagt Pörtner. Jedoch nicht von Natur aus. «Das Tier ist bei Privaten aufgewachsen und erst später zu uns in den Walter-Zoo gekommen. Die früheren Halter haben sie wohl oft in der Hand gehalten.» Ganz anders Rotknie-Vogelspinne Antonia: «Sie scheut die vielen Menschen, zieht sich lieber zurück.»

«Viele Arten sind vom Aussterben bedroht»

Mit der Sonderschau möchte der Walter-Zoo laut Leandra Pörtner nicht primär Werbung in eigener Sache machen. «Wir wollen dem Messepublikum verschiedene Tiere näherbringen und zeigen, dass viele Arten vom Aussterben bedroht sind.» So sind laut Pörtner die vier Tiere an der Offa und alle, die im Walter-Zoo leben, auch Aushängeschilder für ihre Artgenossen in der freien Natur.

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