«Wortmobil» kommt zum Stehen

Das «Wortmobil» der FHS hätte morgen auf Dreilinden haltmachen sollen. Doch die Aktion wurde vorzeitig abgebrochen: Niemand interessierte sich dafür.

Sophie Probst
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Das «Wortmobil» fährt mangels «Hörgästen» nicht mehr. (Bild: Janique Weder)

Das «Wortmobil» fährt mangels «Hörgästen» nicht mehr. (Bild: Janique Weder)

Die Tournée des «Wortmobils» endete nicht unbedingt so, wie sich die Veranstalter das vorgestellt hatten. Vom 5. bis am 27. Juni hätten Referenten der Fachhochschule St. Gallen in der ganzen Ostschweiz auf einem Piaggio Ape öffentliche Vorlesungen halten sollen. Zu hören gewesen wären Referate zu Themen wie «Leben retten – zuerst virtuell, dann real» oder «Möglichkeiten und Grenzen im Marketing». Morgen hätte es in St. Gallen haltmachen sollen. Doch aus einem Mangel an Zuhörern entschied man sich vor rund einer Woche, das Projekt zu beenden.

Experiment Wortmobil

Ziel der FHS war es, auf die Eröffnungsfeier am 6. Juli aufmerksam zu machen. Mit Vorträgen für jedermann, im Freien anstatt im Schulzimmer, habe man der Bevölkerung auf unkonventionelle Weise einen anderen Zugang zur Bildung ermöglichen wollen, erklärt der Kommunikationsbeauftragte Manuel Angelini. «In erster Linie war das <Wortmobil> ein Experiment», betont er. Eines, das bei der Bevölkerung «nicht unbedingt schlecht, sondern eher gar nicht» ankam.

«Grund ist noch nicht bekannt»

In Gossau hörten vier Leute zu, genauso in Weinfelden. In Appenzell erschienen nur drei Bekannte der Dozentin. Als das «Wortmobil» in Rorschach zu Gast war, blieben die Besucher ganz aus. Gründe für das Scheitern könne man laut Angelini noch nicht nennen: «Die Evaluation des Projekts steht noch aus. Fest steht aber: «Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und um Erfahrung ist die FHS nun immerhin reicher.»