Wolf reisst sieben Schafe im Werdenberg

Der Wolf geht um im Werdenberg: Erstmals sind in der Region Nutztiere von einem Wolf getötet worden. Ende vergangener Woche wurden sieben gerissene und drei von Bissen verletzte Schafe gemeldet.

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Von Schafzüchtern gefürchtet: Der Wolf. (Bild: Keystone (Symbolbild))

Von Schafzüchtern gefürchtet: Der Wolf. (Bild: Keystone (Symbolbild))

Laut der St.Galler Staatskanzlei wurden die Schafe im Gebiet nördlich der Linie Gamsberg, Fulfirst, Alvier, Gauschla verletzt. Dies auf drei verschiedenen Alpen in den Gemeinden Grabs, Sevelen und Wartau.

Fünf Schafe vermisst
Laut der Mitteilung bestätigten die Wildhüter, dass die Tiere vom Wolf gerissen oder verletzt wurden. Zur Identifizierung wurden DNA-Proben entnommen. Fünf weitere Schafe werden vermisst. "Die Gründe für deren Verschwinden sind allerdings nicht geklärt", heisst es im Communiqué.

Schafe abziehen
Die Fachstelle für Herdenschutz habe die zuständigen Personen der Alpen im betroffenen Gebiet sofort über die Wolfsrisse orientiert - dies verbunden mit der Empfehlung, die Schafe abzuziehen, schreibt die Staatskanzlei weiter. Gemäss eidgenössischer Jagdverordnung kann der Kanton als Massnahme gegen einzelne Wölfe eine Abschussbewilligung erteilen, wenn diese erheblichen Schaden an Nutztieren anrichten. Als erheblicher Schaden gilt, wenn im Streifgebiet innerhalb von vier Monaten mindestens 35 Nutztiere getötet werden, wenn der Wolf innerhalb eines Monats mindestens 25 Nutztiere reisst oder wenn mindestens 15 Nutztiere getötet werden, nachdem im Vorjahr bereits Schäden durch Wölfe zu verzeichnen waren.

"Im genannten Gebiet gab es erstmals durch den Wolf getötete Nutztiere", schreibt die Staatskanzlei abschliessend. (pd/red.)