Wohnsiedlung Haggenhalde soll teilweise saniert werden

Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament einen Kredit über 900 000 Franken als Kostenbeitrag für die Wohnsiedlung Haggenhalde. Diese wurde in den Jahren 1945 bis 1948 gebaut für die Arbeiter der Firma Ganzoni &Cie AG, welche in die Sigvaris AG überging. Die Stadt St.

Merken
Drucken
Teilen

Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament einen Kredit über 900 000 Franken als Kostenbeitrag für die Wohnsiedlung Haggenhalde. Diese wurde in den Jahren 1945 bis 1948 gebaut für die Arbeiter der Firma Ganzoni &Cie AG, welche in die Sigvaris AG überging. Die Stadt St. Gallen hat vor drei Jahren einen Grossteil der Siedlung erworben. Insgesamt besitzt die Stadt in diesem Areal acht Mehrfamilienhäuser mit total 32 Wohnungen, sechs Reiheneinfamilienhäuser und 19 Garagen.

Reihenhäuser sollen bleiben

Gemäss der stadträtlichen Vorlage sind die Reiheneinfamilienhäuser bautechnisch in einem relativ guten Zustand. Sie sollen langfristig erhalten bleiben, kurzfristig brauche es hier keinen Unterhaltsbedarf.

Das sehe bei den acht Mehrfamilienhäusern in der Haggenhalde im Westen der Stadt anders aus. Sie will der Stadtrat für weitere 15 Jahre instand stellen lassen. Aus diesem Grund müssten die Fassaden, die Dächer, die Elektroinstallationen und die Treppenhäuser saniert werden. Bei der Ausführung der Arbeiten werde darauf geachtet, dass diese standardgerecht erfolgten und somit der günstige Wohnraum erhalten bleiben könne. Zudem werde nur das Nötigste repariert oder ausgetauscht.

Über Neubauten nachdenken

Langfristig will der Stadtrat die Mehrfamilienhäuser halten. Der Grund: Die heutige Überbauung erreiche die nach Bauordnung realisierbare Bruttogeschossfläche nicht. Das Areal könnte schon in der Regelbauweise, vor allem aber mit einem Sondernutzungsplan, wesentlich dichter bebaut werden, so dass zu einem späteren Zeitpunkt an diesem Standort attraktive und zeitgemässe Mehrfamilienhäuser errichtet werden könnten. Diese Strategie bedinge, dass die um die 70 Jahre alten Häuser noch zehn bis 15 Jahre gehalten werden müssten, heisst es in der Vorlage. (dwi)