Wo das beste Bier herkommt

Das Rätselraten kann beginnen: Wer wird erste Gastgemeinde am St. Galler Fest? Erste Hinweise liegen schon vor: Rheintaler sollen es sein, die sich nächstes Jahr am Stadtfest präsentieren dürfen.

Roger Berhalter
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Ob vielleicht Rebstein erste Gastgemeinde am St. Galler Fest wird? (Bild: Wikipedia)

Ob vielleicht Rebstein erste Gastgemeinde am St. Galler Fest wird? (Bild: Wikipedia)

Das Rätselraten kann beginnen: Wer wird erste Gastgemeinde am St. Galler Fest? Erste Hinweise liegen schon vor: Rheintaler sollen es sein, die sich nächstes Jahr am Stadtfest präsentieren dürfen. Eine Rheintaler Gemeinde, die kulinarisch und gastronomisch einiges zu bieten hat, wie aus höchsten OK-Kreisen zu erfahren ist (Tagblatt von gestern).

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Bei Rheintal und Kulinarik denken viele zuerst an Ribel. Dabei kommt dieses gequollene und gebratene Maismehl heute nur noch in den wenigsten Familien regelmässig auf den Tisch.

Nächste Assoziation: Bier. Da liegt die Gemeinde Rebstein klar vorne, denn dort wird mit «Sonnenbräu» nach eigenen Angaben «das beste Bier unter der Sonne» gebraut. Stadtsanktgaller sind da anderer Meinung (und Appenzeller und Zürcher und Berner und überhaupt so ziemlich alle anderen auch).

Mit Bier ist nicht zu spassen, und Schlägereien am St. Galler Fest sind programmiert, wenn auf demselben Festgelände Sonnenbräu- und Schützengarten-Fans aufeinander stossen und allenfalls dabei noch ein Quöllfrisch-Jünger zwischen die Fronten gerät.

Vor allem aber dürfte die grosse St. Galler Brauerei wenig Freude daran haben, dass am Stadtfest plötzlich auch ein Rebsteiner Gesöff in den Becher kommen soll. Mit Bauereien und Brauern ist ebenso wenig zu spassen wie mit ihrer Kundschaft.

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Also besser wieder rheinabwärts: Wäre Widnau die passende Gastgemeinde? Immerhin steht dort eine Energy-Drink-Abfüllanlage, so gross wie ein Wohnquartier. Ja, auch Red Bull ist Rheintaler Kulinarik. Wobei sich das gastronomisch eher schlecht vermarkten lässt (beziehungsweise nur in der Altersgruppe unter 20). Und überhaupt ist am St. Galler Fest kein Koffein gefragt, sondern Alkohol.

Aha, jetzt kommen wir der Sache wieder näher. Schliesslich hat das Rheintal auch einige Rebhänge zu bieten. Da wären vor allem die Gemeinden Balgach, Berneck und Altstätten im Rennen. Warum nicht eine Degustationshalle aufstellen mit allen Rheintaler Winzern drin? Samt feuchtfröhlicher Kundschaft. Oder ein Fonduestübli mit einer Auswahl an Rheintaler Weissweinen, die selbst den Auftritt der Westschweiz an der Olma in den Schatten stellt?

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Ja, eine der genannten Gemeinden dürfte das Rennen machen und erste Gastgemeinde am St. Galler Fest 2016 werden. Dem Vernehmen nach sind auch schon erste Behördenvertreter zwecks Auskundschaftung übers Festgelände spaziert. Die trinkfreudigen Rheintaler dürften sich dabei schon in diesem Jahr wie zu Hause gefühlt haben.