Wo bleibt gesittete Gesprächskultur?

Leserbrief

Gian Bleichenbacher, Maturand, Steighaldenstrasse 17, 9404 Rorschacherberg
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Über die Einladung zur ersten Bürgerversammlung, die mit meinem Erreichen der Volljährigkeit einherging, freute ich mich sehr. Anfänglich gefiel mir die Stimmung am Anlass, gegen Ende wurde ich jedoch enttäuscht. Sven Rohner von der SVP hat mit seinem Auftritt die Versammlung von einer gesunden politischen Debatte zu einer Plattform der Selbstinszenierung entfremdet. Anstatt für das SVP-Anliegen – die Abschaffung des Farbcodes von Rorschacherberg – argumentativ Stellung zu nehmen, machte er aus seiner Rede einen regelrechten Komikauftritt. Dabei erlaubte sich Herr Rohner, den Platz von Beat Hirs am Rednerpult einzunehmen. Hirs wehrte sich zwar nicht, war aber sichtlich vor den Kopf gestossen. Meine Erwartung einer wertvollen Diskussion wurde nicht erfüllt. Aus meiner Sicht schiesst die SVP, die sich sonst als traditionsverbundene Partei gibt, mit diesem Verhalten gegen einen unserer zentralen traditionellen Werte: die gesittete Gesprächskultur.

Gian Bleichenbacher, Maturand, Steighaldenstrasse 17, 9404 Rorschacherberg