WITTENBACH/BERNHARDZELL: Sanierung schreitet planmässig voran

Für rund vier Millionen Franken wird derzeit die Leebrücke totalsaniert. Alles läuft nach Plan. Im Herbst soll die neue Überführung fertig gebaut sein.

Perrine Woodtli
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Das aktuell sonnige Wetter kommt den Bauarbeitern auf der 135 Meter langen Leebrücke zugute. (Bild: Ralph Ribi)

Das aktuell sonnige Wetter kommt den Bauarbeitern auf der 135 Meter langen Leebrücke zugute. (Bild: Ralph Ribi)

Perrine Woodtli

perrine.woodtli

@tagblatt.ch

Die Leebrücke gehört zurzeit den Bauarbeitern. Auf, vor und unter der Brücke hämmern, bohren und betonieren sie, was das Zeug hält. Auf der einen Seite der Überführung zwischen Wittenbach und Bernhardzell bildet sich eine Schlange mit Autos, die den Gegenverkehr passieren lassen. Die Leebrücke ist nur noch einspurig befahrbar. Lichtsignale regeln den Verkehr. Vergangenen September haben die Sanierungsarbeiten an der Brücke, die über die Sitter führt, begonnen. Die Arbeiten waren nötig, da sich die Brücke in einem schadhaften Zustand befand und nicht mehr den heutigen Sicherheitsnormen entsprach – für eine 40-jährige Brücke nichts Ungewöhnliches.

Bis dato verlaufen die Bauarbeiten nach Plan, sagt Jean Luis Nardone, Projektleiter Strassen- und Kunstbauten beim kantonalen Tiefbauamt. Er ist für den Bau der neuen Leebrücke verantwortlich. «Wir befinden uns nach wie vor im Zeitplan, so dass die Sanierung diesen Herbst abgeschlossen werden kann», sagt Nardone. Wann genau, könne er nicht sagen. «Im Sommer verlaufen Bauarbeiten meistens reibungslos.» Im Herbst aber könnten sie sich wegen heikler Witterungsbedingungen schnell um ein paar Wochen verzögern, etwa bei Nebel oder extremer Feuchtigkeit. Deshalb sei man jeweils vorsichtig mit voreiligen Aussagen zum Zeitplan, erklärt Nardone. «Schlechtwetterreserven sind jedoch immer miteinberechnet.»

Vollsperrung während drei bis vier Tagen geplant

Derzeit wird die Spur auf der Südseite der Brücke saniert. Der ursprüngliche Gehweg wurde dort bereits abgebrochen. Der Weg wird neu auf der Nordseite als Geh- und Veloweg gestaltet. In der Endgestaltung sind die beiden Geh- und Velowege auf der Ost- und Westseite miteinander verbunden. So wird die Fahrt vor allem für Velofahrer sicherer. Sind die Arbeiten auf der Brücke getan, werden die Abschlussarbeiten rund um das Bauwerk ausgeführt. Für die komplette Sanierung rechnet der Projektleiter mit Gesamtkosten von rund vier Millionen Franken.

In der letzten Etappe im Herbst wird schliesslich die neue Deckschicht eingebaut. Dafür ist eine Vollsperrung der Brücke geplant. «Wir werden das aber zuerst mit den Direktbetroffenen besprechen, um abzuklären, ob eine Vollsperrung zumutbar ist oder ob wir jemanden damit völlig abschneiden. Wir wollen niemanden vor den Kopf stossen», sagt Nardone. Falls eine Vollsperrung zumutbar ist, würde die Brücke während drei bis vier Tagen gesperrt sein. Bald danach könnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Laut Nardone steht dann auch länger keine Sanierung mehr an. «Nach einer solchen Totalsanierung ist eine Brücke dafür ausgelegt, dass sie erst in 25 Jahren wieder teilsaniert werden muss.»