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WITTENBACH: Wer folgt auf Gemeindepräsident Fredi Widmer?

Fredi Widmer tritt auf Ende Jahr als Gemeindepräsident zurück. Die vier Ortsparteien suchen gemeinsam eine Nachfolge. Mittlerweile haben sie ein Anforderungsprofil veröffentlicht.
Adrian Lemmenmeier
Seit 2011 ist Fredi Widmer Präsident der Gemeinde Wittenbach. Auf Ende Jahr tritt er zurück. (Bild: Urs Jaudas)

Seit 2011 ist Fredi Widmer Präsident der Gemeinde Wittenbach. Auf Ende Jahr tritt er zurück. (Bild: Urs Jaudas)

Als Fredi Widmer im Februar seinen Rücktritt bekannt gab, dachten viele, die CVP Wittenbach würde bald einen neuen Kandidaten präsentieren. Weit gefehlt. Die Christdemokraten liessen verlauten, dass sie gemeinsam mit den anderen Parteien einen Nachfolger suchen wollen. Mittlerweile hat die Findungskommission, bestehend aus je zwei Vertretern von CVP, FDP, SP und SVP, ihre erste Sitzung abgehalten. Und sie hat ein Inserat veröffentlicht, mit dem sie eine neue Gemeindepräsidentin oder einen Präsidenten finden will.

Kommunikator statt Politiker

Was Widmers Wunschnachfolge alles bieten soll, ist einem zweiseitigen Anforderungsprofil zu entnehmen: Führungserfahrung in der Privatwirtschaft oder der Verwaltung ist ebenso erwünscht wie Interesse am Gemeindegeschehen und an der Entwicklung der Gemeinde. Politische Erfahrung wird indes keine verlangt. «Darauf haben wir bewusst verzichtet», sagt Markus Brunner (SVP), Mitglied der Findungskommission. Denn wer über politische Erfahrung verfüge, habe diese Erfahrungen meistens in einer Partei gesammelt. «Die Parteizugehörigkeit soll aber nicht im Vordergrund stehen», sagt Brunner. «Wichtig ist das Handwerk, nicht die politische Herkunft.» Darüber sei man sich in der Findungskommission schnell einig geworden, sagt Brunner.

Das bestätigt Reinhard Rüesch, der die FDP gemeinsam mit Adrian Schuhmacher in der Findungskommission vertritt. «Wir hatten eine konstruktive erste Sitzung», sagt er. Strittige Punkte habe es keine gegeben. So sind sich die Parteien einig: Widmers Nachfolge muss ein sicheres und gewandtes Auftreten mitbringen und gut mit den Behörden, den Einwohnern und den Medien kommunizieren können. Ausserdem soll der Wohnsitz des künftigen Gemeindepräsidenten in Wittenbach liegen. Ebenso soll er oder sie belastbar, teamfähig, loyal, durchsetzungsfähig und verschwiegen sein.

Wenn auch die Arbeit in der Findungsgruppe gut verlaufe, über die Zusammensetzung sind nicht alle erfreut. «Es braucht Frauen in der Findungskommission», sagt SP-Präsidentin Ursula Surber. Beim ersten Treffen nahmen mit Adrian Schumacher, Reinhard Rüesch (beide FDP), Thomas Meister und Andreas Eigenmann (beide CVP), Heinz Surber und Paul Baumann (beide SP) sowie Markus Brunner und Pascal Frei von der SVP ausschliesslich Männer teil. Die SP will deshalb in Zukunft mit zwei Frauen in der Kommission vertreten sein.

Nun heisst es abwarten

Wer von der Findungskommission für die Ersatzwahl vom 23. September auf den Schild gehievt werden will, kann sein Bewerbungsdossier bis am 8. Mai an die Kommission schicken. Ob man einen oder mehrere Kandidaten zur Wahl empfehlen werde, habe man in der Kommission noch nicht besprochen. «Dafür ist es zu früh», heisst es von allen Seiten. Nun warte man erst einmal auf Bewerbungen.

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