WITTENBACH: Trostloser Anblick beim «Tröstli»

Unbekannte zerstörten bei der Feuerstelle Tröstli einen jungen Baum. Der Verkehrsverein, der den Grillplatz betreibt, kämpft schon lange gegen Vandalismus.

Marc Sieger
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Der beschädigte Baum wurde vergangenen Frühling gepflanzt. (Bild: PD)

Der beschädigte Baum wurde vergangenen Frühling gepflanzt. (Bild: PD)

Im Frühling pflanzte der Verkehrsverein Wittenbach bei der Feuerstelle Tröstli zwei Bäume. «Der Förster musste zwei alte Buchen fällen und wir wollten diese ersetzen», erzählt Vereinspräsident Werner Moser. Vor kurzem zerstörten Vandalen einen der zwei Jungbäume. In etwa eineinhalb Metern Höhe knickten und brachen sie den Stamm.

Für Moser ist der Akt der Zerstörung beim Grillplatz Tröstli nichts Neues. Immer wieder suchen Vandalen die Feuerstelle heim. Im Wissen darum entschied sich der Verkehrsverein bei den Jungbäumen extra für drei bis fünf Meter hohe Exemplare und umzäunte sie mit einem Gitter. «Wir hofften, das würde die Vandalen abhalten», sagt Moser. Dem war nicht so. Der geknickte Baum kostet den Verein gut 400 Franken. «Wir wollen nun versuchen, aus den Sprösslingen der Pflanze einen neuen Baum heranzuziehen», sagt Moser. Er sorgt sich jedoch, dass die jungen Triebe ebenfalls geknickt oder ausgerissen werden.

In der Vergangenheit wüteten Unbekannte mehrfach beim Grillplatz. Einen Holztisch zertrümmerten Sie. Ein anderer wurde gestohlen. Auch Brennholz, das der Verkehrsverein in Fronarbeit bereitstellt, wurde schon oft entwendet. Die Feuerstelle musste ebenfalls leiden. «Die machen jeweils viel zu grosse Feuer. Das beschädigt die Steine», sagt Moser.

Regelmässig muss der Verkehrsverein den Grillplatz instand setzen und liegen geblie­benen Abfall entsorgen. Bei ­schönem Wetter führen die Vereinsmitglieder Kontrollgänge zur Feuerstelle durch. «Wir haben schon überlegt, eine Überwachungskamera aufzustellen», sagt Moser. Sie hätten sich dann jedoch dagegen entschieden.

Marc Sieger

redaktiongo@tagblatt.ch