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WITTENBACH: Starker Nachwuchs in der Landwirtschaft

Die Mitglieder der bäuerlichen Vereinigung St. Gallen-Gossau tagten dieser Tage in Wittenbach. Am Anlass wurde vor allem Erfreuliches ins Zentrum gerückt.

«Wittenbach hat sechs junge Traktorfahrer», sagt Fredi Widmer nicht ohne Stolz vor den Mitgliedern der Bäuerlichen Vereinigung, die sich im Restaurant Erlenholz versammelt haben. Freude macht es dem Gemeindepräsidenten auch, von den 33 Aren Reben am Dottenwiler Südhang zu berichten, die durch liebevolle Hege und Pflege der «Reblüt» im Jahr 750 Flaschen Wein abwerfen. Durch seine Präsentation erfuhren die Bäuerinnen, Bauern und Gäste auch, dass in Wittenbach auf 700 Hektaren von 33 Betrieben Landwirtschaft betrieben wird. Und dass es in Wittenbach mit 9696 Legehühnern so viel Federvieh gibt, wie Einwohner. Der geschäftliche Teil der Mitgliederversammlung unter der Leitung von Präsident Christoph Zürcher geht rasch über die Bühne. Die Mitglieder stimmen den Anträgen zu und halten sich nicht lange mit den Zahlen der Jahresrechnung 2017 auf, die beinahe ausgeglichen abschliesst.

Für Nachwuchs ist gesorgt

Entgegen den Behauptungen, die Bauern seien immer am Jammern, hält sich die Gruppe diesen Abend nicht lange mit Negativem auf. Ganz nach dem Motto des Walzerkönigs Johann Strauss «Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu ändern ist», wenden sie sich den Sonnenseiten ihrer Branche zu. Etwa den Wittenbacher Traktorfahrern und den acht jungen Berufsleuten, die kürzlich am landwirtschaftlichen Berufsschulzentrum des Kantons St. Gallen die Ausbildung als Meisterlandwirt oder Agro-Techniker HF abgeschlossen haben. Sie sind ein Zeichen, dass der Bauernstand in der Region St. Gallen nicht so schnell ausstirbt. Kreativ und offen für Veränderungen sind die Landwirte auch, wenn es darum geht, mit der Zeit Schritt zu halten und wirtschaftlich leistungsfähig zu sein. Neue Betriebszweige, strukturelle Veränderungen oder Umstellung auf biologische Produktion sind heute im Trend. Über die Gefahren und die Chancen einer Betriebsvergrösserung referiert im Anschluss an den statutarischen Teil der Versammlung Peter Weiss von BBV Treuhand Flawil. Wie in jeder Unternehmung seien genaue Abklärungen der Vor- und Nachteile sehr wichtig, bevor das Projekt umgesetzt wird, erklärte er. «Betriebsvergrösserung ja, aber nicht um jeden Preis.» Letztlich sollte die Freude an der bäuerlichen Arbeit das wichtigste Motiv dafür sein, sagte Weiss abschliessend.

Ramona Riedener

redaktiongo@tagblatt.ch

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