WITTENBACH: Schritt für Schritt zum Zentrum

Auch wenn von aussen noch nicht sichtbar: Das Projekt Zentrumsgestaltung hat eine weitere Hürde genommen. Gegen die Teilstrassenpläne gingen keine Einsprachen ein. Das Provisorium der Migros eckt aber an.

Corinne Allenspach
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Ab 2018 wird nicht nur die Migros in Wittenbach neu, sondern auch die Strassenführung im Gebiet Oedenhof. (Bild: Urs Bucher)

Ab 2018 wird nicht nur die Migros in Wittenbach neu, sondern auch die Strassenführung im Gebiet Oedenhof. (Bild: Urs Bucher)

Corinne Allenspach

corinne.allenspach@tagblatt.ch

Nachdem gut fünf Jahre lang für Aussenstehende kaum etwas geschehen ist, geht es jetzt mit der Neugestaltung des Areals Oedenhof in grossen Schritten vorwärts. Ende September haben die Wittenbacherinnen und Wittenbacher deutlich Ja gesagt zu einem Kredit von rund 5,2 Millionen Franken für Infrastrukturmassnahmen wie neue Strassen und die Verlegung des Studerswilerbachs. Bis vor kurzem lagen zudem die Teilstrassenpläne fürs neue Zentrumsprojekt öffentlich auf. Wie Gemeindepräsident Fredi Widmer auf Anfrage sagt, sind keine Einsprachen eingegangen. Das sei «sehr erfreulich». «Viele Bürger, die einspracheberechtigt gewesen wären, sehen offenbar die Notwendigkeit des Projekts und akzeptieren es so, wie es vorliegt», sagt Widmer.

Die verkehrstechnisch wohl sichtbarste Veränderung betrifft die künftige Hauptzufahrt zur Migros. Diese wird nicht mehr über die Romanshorner-, sondern über die Bahnhofstrasse erfolgen. Von dort können Migros-Kunden direkt in die Tiefgarage einfahren. Das ganze Zentrum zwischen Spar, Post, Raiffeisenbank, neuer Migros und neuen Wohnungen soll gemäss Widmer mehrheitlich verkehrsfrei werden. Geplant ist auch eine Begegnungszone mit Bäumen und reichlich Platz für Fussgänger.

Während der Bauarbeiten im Zentrum wird die Migros ein Provisorium auf der freien Wiese im Gebiet Neuhus betreiben. Die Pläne dazu lagen ebenfalls bis vor kurzem auf. Anders als bei den Teilstrassenplänen und den Plänen für die Verlegung des Studerswilerbachs, die von den ­Wittenbachern widerspruchslos durchgewinkt wurden, sind gegen das Migros-Provisorium drei Einsprachen eingegangen. Zu deren Inhalt will sich Widmer nicht äussern. Nur so viel: Es gehe um Verständnisfragen bei den Plänen. «Das Provisorium ist wichtig für Wittenbach, damit die Bevölkerung nicht über längere Zeit in die Stadt fahren muss zum Einkaufen», sagt Widmer. Daher sei man bestrebt, die Einsprachen möglichst rasch behandeln zu können.

Migros hat nicht mit Einsprachen gerechnet

Bei der Migros Ostschweiz hat man indes nicht mit Einsprachen gerechnet. «Nachdem am Infoabend für die Nachbarschaft keine offensichtlichen Einwände geäussert worden waren, dachten wir, wir hätten alle wichtigen Punkte geklärt», sagt Christian Possa, Projektleiter Kommunikation bei der Migros Ostschweiz. Man habe die Baueingabe aber bewusst frühzeitig gemacht, so dass die Einsprachen vorläufig keine Auswirkungen auf den Zeitplan hätten. «Wir werden jetzt zusammen mit den Einsprechern und der Gemeinde das ­Gespräch suchen», sagt Possa.

Geplant ist, dass das Provisorium der Migros Ende September 2018 eröffnet wird und danach rund zwei Jahre in Betrieb bleibt bis zur Fertigstellung der neuen Migros Oedenhof. Die Pläne für sämtliche Hochbauten im Zentrum, inklusive Migros, den drei Mehrfamilienhäusern und einem achtstöckigem Hochhaus, werden Anfang 2018 aufgelegt.