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WITTENBACH: Rohre schonen Umwelt und Budget

Es wird geschuftet auf den Strassen. Für ein Grossprojekt sind im Gebiet Oberwiesen die Bagger unterwegs. Was die Arbeiten für Anwohner, Verkehr und die nahe Schule bedeuten, lässt sich bereits erahnen.
Katja Blöchlinger
Im Gebiet Oberwiesen in Wittenbach wird seit Anfang März gebaut. Auf der Baustelle werden verschiedene Teilprojekte gleich auf einen Schlag realisiert. (Bild: Michel Canonica)

Im Gebiet Oberwiesen in Wittenbach wird seit Anfang März gebaut. Auf der Baustelle werden verschiedene Teilprojekte gleich auf einen Schlag realisiert. (Bild: Michel Canonica)

Katja Blöchlinger

redaktiongo

@tagblatt.ch

Wer in diesen Tagen über die Erlackerstrasse fährt oder sich im Quartier Oberwiesen herumtreibt, begegnet vielen Männern in Leuchtwesten mit schwerem Baugerät. Es werden Strassen aufgerissen, Rohre herausgebrochen, neue Leitungen verlegt und die Löcher provisorisch mit Schotter gefüllt, bevor die Autos und Fussgänger die fertigen Abschnitte asphaltiert wieder in Beschlag nehmen. Seit Anfang März wird gebaut und bisher laufe alles wie geplant, sagt Daniel Worni, Leiter Tiefbauamt der Gemeinde Wittenbach: «Im Moment ist alles im grünen Bereich.» Verschiedene Teilprojekte werden auf der Baustelle gleich auf einen Schlag realisiert. So werden elektrische Leitungen und Glasfaserkabel neu verlegt, die Telekommunikationsnetze erweitert und über 100 Haushalte erhalten einen neuen Hausanschluss. Die anderen Massnahmen betreffen hingegen die Wasserleitungen und die Kanalisation: Die Hauptwasserleitungen werden ersetzt und ein Teil der Hausanschlüsse erneuert und zudem wird ein komplett neues, zweites Rohr für ein Abwassertrennsystem im Quartier verlegt. Den Kredit von insgesamt knapp 3,3 Millionen Franken genehmigte die Bürgerversammlung im November 2016.

Sicherheit der Schulkinder ist grosse Herausforderung

Was muss man sich unter einem Abwassertrennsystem vorstellen? «Bisher ist alles Wasser, egal ob aus Badewanne, Toilette, Lavabo oder auch das saubere Regenwasser von den Dächern in einer Leitung zusammengeflossen», sagt Worni. Diese Leitung führe dann zur ARA Hofen, wo das Wasser gereinigt werde. «Die Gemeinde zahlt für jeden Liter Wasser, der in der ARA ankommt.» Wenn man eine zweite Leitung lege, die das saubere Wasser in einer separaten Wasserleitung auffange, und gedrosselt in ein Gewässer abgibt, zahle die Gemeinde weniger Geld. «Und die Umwelt schont es auch.» Liegenschaftsbesitzer konnten entscheiden, ob sie sich diesem System gegen einen Pauschalbeitrag anschliessen möchten und damit Gebühren sparen. Drei Viertel haben sich zum Mitmachen entschieden.

Die Kanalisationsarbeiten sind auch der Grund dafür, dass gleich zu Beginn der Bauphase an der verkehrstechnisch schwierigsten Stelle an der Erlacker-strasse gearbeitet wird: «Da Wasser bekanntlich abwärts fliesst, mussten wir an den tiefstgelegenen Stellen starten», so Worni.

Die Baustelle befindet sich nahe beim Primarschulhaus Steig. Kinder aus dem Obstgarten- und dem Oberwiesenquartier müssen auf ihrem Schulweg jetzt an der Grossbaustelle vorbei. Man sei deshalb in ständigem Kontakt mit der Schulleitung der Steig, sagt Worni. «Sollten Probleme auftauchen, würden wir davon sofort erfahren.» Die Kinder seien aber auch sensibilisiert worden und eine Besichtigung der Baustelle für die Klassen mit ihren Lehrern sei ebenfalls eine Option, um die Kinder über die Gefahren aufzuklären. «Die Sicherheit der Schulkinder und dass alle Strassen für Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen jederzeit befahrbar sind: Das sind natürlich speziell wichtige Punkte und gleichzeitig auch die Herausforderungen des Bauprojekts.»

Voraussichtlich bis Ende 2018 wird gebaut

Auf dem Parkplatz oberhalb der Steig ist das schwere Gerät der Bauarbeiter abgestellt, weil der Platz anderswo nicht verfügbar ist. Normalerweise ist dieser bei Sportveranstaltungen wie etwa einem Indoor-Fussballturnier sehr gut ausgelastet. In der Zeit der Bauarbeiten sollen Besucher ihre Autos entlang der Erlacker-strasse abstellen, empfiehlt Worni. Wenn alles wie geplant vorangeht und die Witterung stimmt, wird das Bauprojekt im Dezember 2018 abgeschlossen sein. Dann können die Fussballfans ihre Autos wieder wie zuvor auf dem Parkplatz parkieren.

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