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WITTENBACH: Pfader ziehen im Juni ein

Seit Frühling wird das neue Pfadiheim der Pfadi Peter und Paul gebaut. Verläuft weiterhin alles planmässig, kann das Pfadiheim im Juni eröffnet werden.
Perrine Woodtli
Neues Gebäude, gleicher Standort: Das Pfadiheim in Wittenbach soll am 2. Juni eröffnet werden. (Bild: Ralph Ribi)

Neues Gebäude, gleicher Standort: Das Pfadiheim in Wittenbach soll am 2. Juni eröffnet werden. (Bild: Ralph Ribi)

Perrine Woodtli

redaktiongo

@tagblatt.ch

Im Gebiet Hofen in Wittenbach entsteht derzeit für rund 150 Kinder und Jugendliche der Pfadi Peter und Paul ein neuer Treffpunkt. Im vergangenen April erfolgte nach einer längeren Finanzierungsphase der lang ersehnte Spatenstich für das neue Pfadiheim. Seither hat sich einiges getan. Die Wände, die Decken sowie das Holzdach wurden errichtet. Weiter wurden alle Fenster, Türen und die Sanitäranlagen montiert. Seit September sind die Arbeiter am Innenausbau dran. Momentan wird die Heizung installiert. Noch fehlen unter anderem die gesamte Inneneinrichtung und die Küchenausstattung, auch die Malerarbeiten stehen noch an.

Die Bauarbeiten verliefen reibungslos und nach Plan, sagt Projektleiter Jürg Gabathuler auf Anfrage. «Es gab keine Komplikationen oder Verzögerungen und wir werden das Pfadiheim im Juni wohl eröffnen können.» Die offizielle Eröffnung ist jedenfalls für den 2. Juni vorgesehen. Zudem soll es einen Anlass für die Sponsoren geben.

Während Bauphase auf Notlösungen ausweichen

Bis die Finanzierung des Projekts gesichert war und die Bauarbeiten überhaupt starten konnten, musste die Pfadi Peter und Paul geduldig sein. Denn einen Teil des Betrags mussten die Pfadfinder selber auftreiben. Von der Gemeinde Wittenbach erhielten sie 300 000 Franken. Der Heimverein Pfadfinder Hospiz, der das neue Pfadiheim betreibt, steuerte 200 000 Franken bei, der Lotteriefonds des Kantons 60 000 Franken und die St. Galler Kantonalbank 100 000 Franken.

Die übrigen Kosten von knapp 350 000 Franken trieben das Projektteam zusammen mit den Pfadfindern durch Sammelaktionen und Spendenbriefe auf. Dabei konnten die Pfadfinder auf die Unterstützung zahlreicher Stiftungen, Institutionen und Privaten zählen. Im August 2016 hatte der Verein den Geldbetrag zusammen. Im November lag die Baubewilligung vor. Um sich Mehrkosten für die Überwinterung zu sparen, wurde der Baubeginn auf Frühling 2017 gelegt.

Die Vorfreude auf das Pfadiheim sei gross, sagt Gabathuler. Zumal während der Bauphase die Pfadi jeweils improvisieren und in andere Räume ausweichen muss. Gar nicht immer so einfach: «Manchmal können die Pfader in anderen Pfadiheimen unterkommen. Manchmal müssen sie auf Notlösungen setzen und ausweichen, wie etwa in den Keller des Gemeindehauses.»

Das neue Pfadiheim ersetzt zwei alte Pfadibarracken aus dem Jahr 1992, die ursprünglich als Baubaracken beim Bau der Stadtautobahn dienten. Die Räume waren baufällig und teilweise nicht mehr benutzbar. Eine Baracke wurde bereits 2016 abgerissen, um dem Neubau Platz zu machen. «Die zweite Baracke wird im nächsten halben Jahr abgerissen», sagt Gabathuler.

Pfadi hat Priorität

Verteilt auf drei Geschosse entstehen im neuen Pfadiheim drei Räume, eine Küche, WCs und Duschen sowie ein grosser Aufenthaltsraum. Darin soll es für bis zu 90 Personen Platz geben. In den vier Schlafräumen im Obergeschoss können bis zu 30 Personen in Kajüten-Betten übernachten. Das Pfadiheim wird behindertengerecht gebaut; die drei Geschosse werden mit einem Treppenlift mit Rollstuhlplattform verbunden. Eine 210 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage auf dem Dach soll jährlich 30 000 Kilowattstunden Strom produzieren. Das ist gemäss Projektbeschrieb drei bis viermal mehr als der Eigenbedarf.

Das neue Pfadiheim soll nicht bloss den Kindern und Jugendlichen der Pfadi Peter und Paul dienen, sondern auch von Schulen, Vereinen, anderen Jugendorganisationen sowie Privaten gemietet werden können. Die Pfadi aber habe Priorität, betont Gabathuler. Laut dem Projektleiter haben schon einige Externe das Pfadiheim im kommenden Jahr gemietet. Dabei handle es sich vor allem um Private, welche die Räume für Feste mieten. «Die grosse Nachfrage nach dem neuen Pfadiheim freut uns natürlich sehr», sagt Jürg Gabathuler. «Das zeigt uns, dass das Bedürfnis danach gross ist.»

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