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WITTENBACH: Obvita baut Kompetenzzentrum

Die Obvita investiert 18,5 Millionen Franken in einen Neubau. Darin bündelt sie Angebote und Dienstleistungen für Sehbehinderte – und versucht sich dabei auch in neuen Technologien.
Laura Widmer
Der geplante Neubau an der Bruggwaldstrasse. (Bild: Visualisierung: PD/Obvita)

Der geplante Neubau an der Bruggwaldstrasse. (Bild: Visualisierung: PD/Obvita)

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

Der Neubau der Obvita wird auf dem Gelände an der Bruggwaldstrasse inmitten von Wohnhäusern, Produktionsbetrieben und dem Seniorenheim gebaut. Die Bagger sind bereits im Einsatz und erste Bodensondierungen wurden durchgeführt. Künftig befindet sich die Eingangshalle im Erdgeschoss in unmittelbarer Nähe zur Bushaltestelle, ebenso wie das öffentliche Restaurant.

Bedürfnisabklärungen der Obvita in den Jahren 2014 und 2015 hatten ergeben, dass für die zeitgemässe Umsetzung ihrer Ziele ein Kompetenzzentrum notwendig wird. Das Baugesuch wurde im August 2016 eingereicht, die Baubewilligung wurde knapp drei Monate später erteilt. Der Bezug ist auf Spätherbst 2019 angesetzt.

Der Bau kostet 18,5 Millionen Franken

Das neue Kompetenzzentrum für die Ostschweiz und Lichtenstein vereint Fachpersonen, Angebote und Trainingsmöglichkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen unter einem Dach. Zudem werden externe Produktionsstätten der Obvita an die Bruggwaldstrasse verlegt. Die Baukosten betragen 18,5 Millionen Franken, davon sind rund 7,5 Millionen Franken eigene Mittel. Für das Neubauprojekt konnten keine Subventionsgelder der öffentlichen Hand, auch nicht vom Kanton St. Gallen, beantragt werden.

Damit die Raumverhältnisse flexibel bleiben, werden Trennwände im Modulsystem verwendet. Zur Unterstützung von Sehbehinderten sind im Farb- und Materialkonzept des Baus klare Übergänge zwischen hell und dunkel vorgesehen. «Der neue Bau soll sämtlichen Bedürfnissen von Blinden und Sehbehinderten Rechnung tragen», sagt Hanswalter Schmid, Präsident der Ovita. Das Leistungsangebot im neuen Gebäude umfasst eine Informations- und Beratungsstelle, die Sozialinformatik und die berufliche Integration, wie Geschäftsführer Manfred Naef gestern vor den Medien erläuterte. Dienstleistungen wie Kantine und Verwaltung, die in verschiedenen Gebäuden untergebracht waren, werden gebündelt.

Elektronisches Leitsystem wird getestet

Eine technologische Neuerung für das Kompetenzzentrum wird aktuell in einem Pilotversuch getestet. Das Areal der Obvita an der Bruggwaldstrasse ist gross, und die Navigation kann sich für Sehbehinderte oder Unkundige schwierig gestalten. Die Obvita hat deshalb das Leitsystem iBeacon entwickelt. Die App für das Mobiltelefon soll die Orientierung vereinfachen. Dieses funktioniert mit Geotags und QR-Codes. Befindet man sich innerhalb eines bestimmten Radius, können Informationen auf dem Handy abgerufen werden.

Das Leitsystem wird bereits in diesem Jahr getestet und verfeinert. Zur Eröffnung des Kompetenzzentrums soll alles reibungslos funktionieren. «In dieser Zeit wird sich die Technik noch verbessern», ist Siegfried Miesler, Leiter Sozialinformatik, überzeugt. So gibt es Technologien, die das punktgenaue Navigieren in geschlossenen Räumen ermöglichen. Auch für Personen, die kein Smartphone besitzen, ist bereits eine Lösung angedacht: «Wir überlegen uns, ob sie sich ein Gerät von uns ausleihen können», sagt Miesler. Der Inklusionsgedanke steht auch bei dieser Idee im Vordergrund.

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