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«Wittenbach muss diese einmalige Chance nutzen»

Nachgefragt

Vor knapp zwei Wochen hat Gemeindepräsident Fredi Widmer seinen Rücktritt bekannt gegeben. Als mögliche Anwärterin aufs Amt wird Primarschulratspräsidentin Ruth Keller genannt («Tagblatt» von gestern). Die 51-Jährige findet allerdings, ihr Name gehöre jetzt nicht ins Spiel. Das gefährde eine einmalige Chance für Wittenbach.

Ruth Keller, Sie werden von verschiedenen Seiten als mögliche Anwärterin fürs Wittenbacher Gemeindepräsidium genannt. Wurden Sie selber auch schon darauf angesprochen?

Ja, schon vielfach und von ganz unterschiedlichen Seiten. Beispielsweise von Lehrpersonen, die es bedauern würden, wenn ich die Schule verliesse, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern, wenn ich im Dorf unterwegs bin.

Und was antworten Sie jeweils?

Dass das Gemeindepräsidium bis jetzt für mich noch nie Thema war. Erst mit dem Rücktritt von Fredi Widmer vor knapp zwei Wochen ist es eines geworden.

Das heisst, Sie könnten sich vorstellen, zu kandidieren?

Ich kann es mir nicht vorstellen, weil ich nicht weiss, was gesucht wird. Ich müsste zuerst das Anforderungsprofil sehen. Ausserdem gehört mein Name jetzt nicht ins Spiel.

Wie meinen Sie das?

Ich finde es sehr gut, dass die Parteien überparteilich suchen wollen. Das ist der einzig richtige Weg und eine Chance für Wittenbach. Eine Findungsgruppe formuliert ein Ideal, und alle, die es möglichst genau erfüllen, können sich bewerben. Diese einmalige Chance dürfen wir nicht vertun.

Sie sind seit Jahren im Vorstand der FDP Wittenbach. Wie wichtig ist die Partei fürs Gemeindepräsidium?

Sie ist zweitrangig. In erster Linie geht es darum, jene Person zu finden, die Wittenbach am meisten dient.

Für viele Wittenbacher wären Sie eine ideale Kandidatin. Nach 18 Jahren im Primarschulrat, davon mehr als zehn Jahre als Präsidentin, parteiübergreifend geschätzt, mit Ausbildung als Mediatorin und in Kürze auch als Coach.

Das kann ich nicht beurteilen. Und was heisst schon ideal?

Sie wissen, wie die Wittenbacher ticken und wo das Dorf Stärken und Schwächen hat.

Manchmal kann es auch ein Vorteil sein, wenn jemand Neues kommt. Ich erachte es nicht nur als positiv, wenn man alles kennt.

Fredi Widmer und sein Vorgänger Albert Etter waren im Primarschulrat, bevor sie Gemeindepräsident wurden.

Früher war das eine klassische politische Karriereleiter. Für mich war das nie ein Plan. Ich meine aber, ein Gemeinderat sollte mindestens eine, besser zwei Frauen im Gremium haben. Ich sehe es im Primarschulrat, wie wertvoll ein gemischtes Team ist. Das erlaubt ganz verschiedene Gedankenzugänge.

Wie sieht für Sie ein idealer Gemeindepräsident aus?

Die Beschreibung im gestrigen Zeitungsartikel kommt dem sehr nahe. Es muss jemand sein, der Menschen gern hat. Jemand, der mit Herz und Emotionen amtet und es schafft, dass sich die Wittenbacherinnen und Wittenbacher mit ihrem Dorf identifizieren. Das ist heutzutage immer wichtiger, wo vieles grösser und anonymer wird. Und es muss ein Gemeindepräsident für alle sein. Alle Parteien, alle Alters- und Berufsgruppen und alle Kulturen.

Hätten Sie einen Wunschkandidaten?

Wie gesagt, ich finde es falsch, jetzt schon Namen zu nennen. Wittenbach erhält die einmalige Chance, jene Person zu wählen, die am besten passt. (cor)

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