WITTENBACH: Kritik gegen Schulrat aus bekannt unbekannter Ecke

Es regt sich Widerstand gegen den Standort der geplanten Schulanlage Grüntal. Wie schon vor einem Jahr ist es die IG Neuhus um Hans Lichtensteiger.

Christoph Renn
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Das neue Schulhaus ist im Grüntal geplant. Nun fordert die IG Schulhaus Dorf/Neuhaus in einem Flugblatt, wie schon vor einem Jahr, einen anderen Standort zu prüfen. (Bild: Urs Jaudas)

Das neue Schulhaus ist im Grüntal geplant. Nun fordert die IG Schulhaus Dorf/Neuhaus in einem Flugblatt, wie schon vor einem Jahr, einen anderen Standort zu prüfen. (Bild: Urs Jaudas)

WITTENBACH. Gemeinde- und Schulrat raffen sich zusammen und organisieren heute Abend erstmals gemeinsam eine Informationsveranstaltung zum Neubau Schulhaus Grüntal. Start ist um 19.30 Uhr in der Aula des Oberstufenzentrums Grünau. Doch regt sich Widerstand gegen den knapp 27 Millionen teuren Neubau, über dessen Baukredit die Bürgerschaft am 27. November abstimmt. Die Kritik geht nicht direkt gegen den Bau, sondern den gewählten Standort Grüntal. Ein Nein zum Schulhaus Grüntal fordert die IG Schulanlage Neuhus. Namentlich stellt sich Hans Lichtensteiger von der IG gegen das Projekt. Und dies tut er nicht zum ersten Mal. Bereits 2015 listete er in einem Flugblatt vor allem ortsplanerische Argumente für den Standort Neuhus auf. Diese Woche nun plant die IG das Flugblatt in leicht angepasster Form erneut an Wittenbacher zu verschicken. Wer genau hinter der Interessengemeinschaft steht, lässt Lichtensteiger offen. Es sei ein enger Kreis, der durch Unterstützer ergänzt werde. Damit bleibt auch offen, um wie viele Personen es sich handelt.

Für Schulpräsidentin Ruth Keller ist dieses Vorgehen der IG Schulanlage Neuhus nur schwer nachzuvollziehen. «Ich habe nichts gegen andere Meinungen. Doch finde ich es etwas seltsam, dass diese Leute nicht mit ihrem Namen hinstehen.» Denn eines sei sicher: «Der Schulhausneubau am Standort Grüntal ist der optimale.» In seinem Flugblatt und auch in einem Leserbrief fordert Hans Lichtensteiger im Namen der IG Schulanlage Neuhus nun aber erneut, den Standort Neuhaus nochmals genau zu prüfen. «In der behördenübergreifenden Arbeitsgruppe unter der Leitung eines externen Planerbüros wurden die Varianten nach einheitlichen Kriterien geprüft. Dabei hat der Standort Grüntal ganz klar als Bester abgeschnitten», sagt Ruth Keller.

«Schulrat arbeitet nicht transparent»

Mit dem Flugblatt möchte Lichtensteiger seine klare Meinung mitteilen, die «er aus rein ortsplanerischen Gründen entwickelt» habe. So sei das Verkehrskonzept nicht ausgereift, und er fordert unter anderem eine Mehrzweckhalle. Zudem wirft er dem Schulrat vor, nicht transparent gearbeitet zu haben. So habe er das Gutachten zur Baugrunduntersuchung nicht erhalten. Er habe zwar Einsicht bekommen, doch durfte er die Dokumente nicht nach Hause nehmen. «Bei einem mehrseitigen Gutachten reicht es nicht, kurz Einsicht zu erhalten», moniert er. Diesen Vorwurf lässt Ruth Keller jedoch nicht auf sich sitzen. ««Wir haben alle Mitglieder der IG Neuhus am 2. Juni zu einem Informationsanlass eingeladen, um sie aus erster Hand über das Projekt zu informieren. Leider hat niemand der IG kommen könne», sagt Ruth Keller.

Bild: Christoph Renn

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