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WITTENBACH: Erdrutsch begräbt Sitterstrand

Nach dem Hangrutsch bleibt der Sitterstrandweg unterhalb des Restaurants Erlenholz in Wittenbach vorerst gesperrt. Im Frühling soll voraussichtlich ein Provisorium eröffnet werden.
Nina Rudnicki
Ein Erdrutsch hat den Wanderweg entlang der Sitter in Mitleidenschaft gezogen. Gemeindevertreter nehmen den Schaden auf. (Bild: Urs Bucher)

Ein Erdrutsch hat den Wanderweg entlang der Sitter in Mitleidenschaft gezogen. Gemeindevertreter nehmen den Schaden auf. (Bild: Urs Bucher)

«Sitterstrandweg gesperrt» - ein rotes Schild gegenüber des Restaurants Erlenholz in Wittenbach warnt Spaziergänger, Wanderer und Reiter davor, in den Kiesweg einzubiegen. Anfangs ist der Weg zwar noch begehbar, doch schon nach wenigen hundert Metern gibt es kein Weiterkommen. Dort wo die Sitter in einer scharfen Kurve verläuft, ist kürzlich auf einer Länge von rund 50 Metern der gesamte Hang gerutscht. Freigelegte Baumwurzeln, querliegende Baumstämme und unzählige abgebrochene Äste säumen den Hang. Auch der Wanderweg ist um einige Meter abgesackt. «Es sind Tausende von Kubikmeter Material, die hier hinuntergekommen sind», sagt Patrick Hersche, Leiter des Werkhofs Wittenbach. Er hat sich mit Daniel Worni vom Tiefbauamt und Gemeinderat Bruno Brovelli zu einer Bestandsaufnahme vor Ort getroffen. «Solange es so nass ist, können wir nicht viel tun. Der Hang wird weiter absacken. Jetzt zu sanieren würde nichts nützen», sagt er.

Patrick Hersche, Leiter des Werkhofes in Wittenbach (Bild: Urs Bucher)

Patrick Hersche, Leiter des Werkhofes in Wittenbach (Bild: Urs Bucher)

Daniel Worni schätzt, dass der neue Weg erst im Herbst angelegt sein wird. Bereits im Frühling könnte allerdings ein provisorischer Weg eröffnet werden. Dieser würde einige Meter oberhalb des abgerutschten Weges verlaufen, während der definitive Weg in einem grösseren Bogen um das gefährdete Gebiet herum gebaut würde. «Der neue Wanderweg wird an dieser Stelle nicht mehr so nahe an der Sitter liegen. Das Wasser der Sitter drängt immer stärker in die Aussenkurve und unterhöhlt den Hang», sagt er.

Wie viel die Sanierung koste, sei derzeit schwer einzuschätzen. Da es sich um einen kantonalen Wanderweg handelt, stehen in den nächsten Wochen Absprachen mit dem Kanton an. Laut Worni wird es dabei auch darum gehen, ob und mit welchem Betrag sich der Kanton an der Wegsanierung beteiligen wird.

Boden ist instabil, rutschig und voller Löcher

Daniel Worni, Bauverwalter von Wittenbach (Bild: Urs Bucher)

Daniel Worni, Bauverwalter von Wittenbach (Bild: Urs Bucher)

Ein vergleichbarer Hangrutsch hat sich in Wittenbach letztmals vor rund zehn Jahren ereignet. Damals war das Gebiet zwischen Unterchapf und Fuchsloch entlang der Sitter betroffen. «Das Militär half damals mit, ein Notbrückli in den Hang zu bauen», erinnert sich Patrick Hersche. Er rät davon ab, sich Hangrutschgebiet auf eigene Faust anzuschauen. «Der Hang ist zwar nur langsam, aber dennoch stets in Bewegung und der Boden ist ziemlich instabil, rutschig und voller Löcher.»

Gemeinderat Bruno Brovelli (Bild: Urs Bucher)

Gemeinderat Bruno Brovelli (Bild: Urs Bucher)

Der Sitterstrandweg ist laut Gemeinderat Bruno Brovelli bei Spaziergängern, Wanderern, Reitern und Ausflüglern gleichermassen beliebt. Die Route sei gut frequentiert. Regelmässig würden Gruppen auf der Gemeinde anrufen, um sich zu erkundigen, ob der Weg begehbar sei. «Alleine schon aus diesem Grund hoffe ich, dass wir das Provisorium im Frühling eröffnen können. Es wäre schade, wenn dieser schöne Ort gesperrt bliebe», sagt er. Ganz verzichtet werden muss allerdings auch bis dahin nicht auf eine Winterwanderung entlang der Sitter. Nur wenige hundert Meter vom Startpunkt Erlenholz aus, gibt es einen weiteren Zugang zum Sitterstrandweg: Dort geht es vom Gemeindegebiet Gatter auf sicherer Strasse zum Fluss hinunter.

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