WITTENBACH: Ein Unterschlupf für Wanderer

Die Feuerstelle Langbrugg in Wittenbach bekommt eine Wanderhütte und soll durch eine App besser auffindbar sein. Möglich macht dies das «Jubihütten»-Projekt der St. Galler Kantonalbank.

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Eine Hütte soll die Feuerstelle bald ergänzen. (Bild: Katja Blöchlinger)

Eine Hütte soll die Feuerstelle bald ergänzen. (Bild: Katja Blöchlinger)

Ein unvorhergesehener Platzregen kann Wanderern auf der Alten Konstanzerstrasse in Wittenbach bald nichts mehr anhaben. Anlässlich des 150-Jahre-Jubiläums der St. Galler Kantonalbank im kommenden Jahr hat die Bank vier grosse Leuchtturmprojekte, die laut Webseite das «Zusammenleben in der Region bereichern» sollen, ausgewählt. Eines dieser Projekte sind neun sogenannte «Jubihütten» an Wanderwegen in den Regionen, wo die Bank geschäftet. Wittenbach hatte sich mit zwei Feuerstellen an der Ausschreibung beteiligt. Eine der beiden, die Feuerstelle Langbrugg, wurde nun als Standort in der Region St. Gallen ausgewählt.

Im Frühling 2018 sollen die Bauarbeiten starten und ein Holzunterstand mit Grillstelle, Tischen und Bänken entstehen.

Der Verein St. Galler Wanderwege hatte seine Idee beim Projekt-Wettbewerb der Kantonalbank eingereicht, in der Hoffnung auf Unterstützung bei der Umsetzung. Dass ihr Vorhaben gleich zu einem der zentralen Projekte auserkoren wird, habe niemand ­gedacht, sagt Viktor Styger vom Verein St. Galler Wanderwege.

Eine App weist den Weg

Zur Idee gehört auch, dass den Wanderern mit Smartphone eine App den Weg zu den Hütten weisen soll. In dieser App werden die Wanderwege der Region und die «Jubihütten» eingezeichnet sein. Die App existiere im Moment aber noch nicht, sagt Styger. «Sie wird erst programmiert, nachdem alle Standorte kommuniziert und die Wanderrouten zu den neuen Rastplätzen festgelegt sind.»

Dass gerade diese Feuerstelle in der engeren Auswahl landete, begründet Styger damit, dass man viele Vorschriften beachten musste: «Waldabstand, Gewässerabstand, Naturschutz. Und der Grundeigentümer muss natürlich ebenfalls einverstanden sein.» Man habe Standorte gewählt, bei denen die besten Chancen auf eine Baubewilligung bestünden. Noch seien aber nicht alle der neun Feuerstellen bestimmt, sagt Styger. Dies soll allerdings bald der Fall sein. Dann müssen in einem nächsten Schritt die Rahmenbedingungen zusammen mit den Standortgemeinden geklärt werden. Im August sollen diese Gespräche stattfinden und im Herbst die Baubewilligungen für die Holzunterstände gesichert sein. Baustart für die «Jubihütten», die alle das gleiche Design haben werden, ist für Frühling 2018 geplant.

Eröffnet werden sollen die Hütten mit einer Wanderung und Einweihungsfeiern an den neu gestalteten Feuerstellen. Die Kosten für Planung, Bau, die zusätzlichen Wanderwegschilder und für die Feiern werden von der Kantonalbank übernommen. Gemeindegelder werden keine fliessen. Da freuen sich nicht nur die Grillmeister, sondern auch die Steuerzahler. (kat)