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WITTENBACH: Bei Abacus ist die Kunst angerichtet

Jeden Herbst stellen Ostschweizer Künstler im Abacus-Gebäude aus. Dieses Jahr unterscheiden sich die Stile der fünf Ausstellenden stark voneinander. Ein verbindendes Element gibt es aber trotzdem.
Erwin Müller und Thomas Kölla (rechts) sitzen auf den Holzkugeln. Dahinter stehen Hubert Müller und Christine Hasler. (Bild: Marlen Hämmerli)

Erwin Müller und Thomas Kölla (rechts) sitzen auf den Holzkugeln. Dahinter stehen Hubert Müller und Christine Hasler. (Bild: Marlen Hämmerli)

Fünf Holzkugeln liegen vor dem Abacus-Gebäude. Im Wasserspiel davor steht eine Stele aus Tellern. Kunstwerke, die Lust auf mehr machen. Im wörtlichen Sinn, denn ihr Schaffer Hubert Müller hat sich für die diesjährige Kunstausstellung bei Abacus mit Essen und Hunger beschäftigt. Neben Müller stellen vier weitere Künstler aus. Auch Christine Hasler, Erwin Müller, Erich Staub und Thomas Kölla zeigen Werke. Morgen Freitag, 19 Uhr, feiert die Verkaufsausstellung Vernissage. «Dieses Jahr stellen fünf sehr unterschiedliche Künstler aus», sagt Kölla, der auch für die Organisation zuständig ist.

Insgesamt stehen den Künstlern 140 Meter Wand zur Verfügung. Dazu kommt der Platz für die Skulpturen von Hubert Müller und das von Erwin Müller mitinitiierte «Stuhlprojekt». Für dieses arbeiteten acht Rheinecker Künstler zusammen. «Wir retteten die Stühle vor dem Müll und gestalten sie», sagt Müller. Er selbst hat ebenfalls einen Stuhl gestaltet. An der Wand dahinter hängen zwei abstrakte Collagen seines Vaters Dialma Müller. «Ich habe sie ganz bewusst dort aufgehängt», sagt Müller. «Sie stammen aus dem Jahr, in dem mein Vater verstarb.» Ringsherum hängen aber noch mehr Collagen. Ihm sei es nicht recht gewesen, neben dem Stuhl noch mehr Werke auszustellen, sagt Müller. «So ehre ich meinen Vater.»

Vorspeise, Hauptgang und Dessert im Untergeschoss

Im Nebenraum finden die Skulpturen von Hubert Müller ihre Fortsetzung. Stehen vor dem Eingang Teller und Apéro bereit, sind es unten laut Müller Vorspeise, Hauptgang und Dessert. «In der Schweiz werden so viele ­Lebensmittel weggeworfen. Dies soll eine Mahnung sein.»

So verschieden die Werke der einzelnen Künstler sind, so verschieden sind die Bilder von Erich Staub. Alpaufzüge, surreale Tierbilder und Skulpturen aus Kaffeesatz: «Erichs Fantasie ist gewaltig», sagt Kölla. Auch er zeigt ganz verschiedene Bilder. Wasserlandschaften, Akte und das Bild eines Waldes und zweier sich umarmender Menschen.

Mit dem Menschen beschäftigt sich auch Christine Hasler: «Mich interessiert, was passiert, wenn unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen.» Trotz aller Unterschiedlichkeit verbindet die Werke also doch noch etwas: der Mensch. (mha)

Von Künstlern betreute Öffnungszeiten bis 9. Dezember:

Di, Mi, Fr, 18 bis 20 Uhr

Sa, So, 14 bis 17 Uhr

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