Wirtschaft umbauen: Genug für alle

Heute wird die eidgenössische Wirtschaftsinitiative der Grünen Partei in Bern mit rund 135 000 Unterschriften eingereicht. Sie hat zum Ziel, die notwendigen, unvermeidlichen Schritte einzuleiten, um den ökologischen Fussabdruck der Schweizer zu verkleinern.

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Heute wird die eidgenössische Wirtschaftsinitiative der Grünen Partei in Bern mit rund 135 000 Unterschriften eingereicht. Sie hat zum Ziel, die notwendigen, unvermeidlichen Schritte einzuleiten, um den ökologischen Fussabdruck der Schweizer zu verkleinern.

Es stehen uns viele grundlegende Veränderungen bevor. Wir leben nämlich in einer Überflussgesellschaft: Rund die Hälfte aller produzierten Lebensmittel wird weggeworfen, bevor sie den Tisch erreichen. Niemand kann so viele Kleider, Spielsachen, Haushaltgeräte kaufen, wie bei uns angeboten werden. Niemand kann 50 Fernsehsender wirklich nutzen. Aber in der aktuellen Krise reagieren konservative Wirtschaftsexperten und Politiker so, als würde Mangel herrschen: Immer schneller immer noch mehr produzieren mit immer weniger Personal. Und immer noch lauter werben, um noch schneller noch mehr Gewinn abzuschöpfen (der dann in der Finanzwirtschaft wieder verspielt wird?).

Dabei haben wir ganz andere wirtschaftliche und gesellschaftliche Hausaufgaben: Wir müssen Wege finden, um mit den endlichen Ressourcen sparsam umzugehen. Energieeffizienz, Umstieg ausschliesslich auf erneuerbare Energien, Recycling sind die Stichworte. Wir werden nicht umhinkommen, uns auf die notwendigen Güter zu konzentrieren und den Reichtum so zu verteilen, dass alle genug bekommen. Dieser Umbau ist eine riesige Herausforderung. Das ist gemeint mit qualitativem Wachstum. Belohnt werden wir dann mit guter Luft, sauberem Wasser, gesunder Erde mit Artenvielfalt und sozialem Frieden und viel weniger Krieg.

Catherine Buchmann

Kandidatin Stadtparlament Grüne

Apfelbergweg 3, 9000 St. Gallen

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