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Wirt mit Leib und Seele

Nachruf Berth Nessler
Hermann Schläpfer,
Berth Nessler wirtete viele Jahre in der «Lerche». (Bild: PD)

Berth Nessler wirtete viele Jahre in der «Lerche». (Bild: PD)

Wer erinnert sich nicht gerne zurück an das Gasthaus Lerche in Rorschacherberg. Viele Vereinsanlässe, Gesellschaften, Geburtstage und Trauermahle wurden in der legendären «Lerche» abgehalten. In der Küche und im Rückraum verantwortlich war ein grosser, mächtiger Mann: Berth Nessler. An seiner Seite wirkte für das Wohlbefinden der Gäste seine stets geschätzte Frau Tina. Ein Paar, welches in der «Lerche» während fast 25 Jahren gemeinsam Gästebetreuung für Jung und Alt zelebrierte. Nach längerer Leidenszeit ist das Lachen und der Schalk auf dem Gesicht von Berth Nessler am 10. Januar für immer erloschen.

Als 1983 die «Lerche» von der Familie Nessler gekauft wurde, staunten viele, als bekannt wurde, dass ein «Solothurner» nach Rorschacherberg kommt. Ich mag mich noch gut erinnern, als im April 1983 der Umbau der «Lerche» fertig gestellt wurde und ich mit einem kleinen Begrüssungspräsent meinen zukünftigen Konkurrenten in der Küche besuchte. Ein Berg von Fleisch lag auf dem Herd, für die kommenden Festtage bereit. Wenn das nur gut kommt, war mein erster Gedanke. Freundschaftlich und höflich wurde ich von Berth und Tina begrüsst und es ergab sich eine lange, treue Freundschaft. Berth war nebst der vielen Arbeit in der Küche an Vielem interessiert und immer für einen Schwatz bereit. Ja es war ein Segen für die Gemeinde Rorschacherberg, so einen tollen Fachmann auf der «Lerche» zu haben. Er war Metzger und Koch von Beruf und immer sehr stolz darauf.

Viele Rorschacherberger Vereine waren froh, diesen Aufschwung in der «Lerche» zu erleben und wieder ein gutes Stammlokal zu haben. Berth passte einfach zur «Lerche» und zum Rorschacherberg. Stellvertretend für Tausende Gäste «ein Dankeschön» für die lange, unermüdliche Gastgeberzeit, die wir in der Lerche empfangen durften. Gleichzeitig mit der Eröffnung 1983 bildeten sich wunderschöne Freundschaften unter allen Rorschacherberger Wirten. Berth war der Motor für Zusammenkünfte und Attraktionen. Unvergesslich blieben die legendären Zehn-Franken-Menüs, die alle Wirte anboten und die Rorschacherberger Einwohner in Scharen in die Restaurants lockte. Gemeinsame Auftritte an den Gewerbeausstellungen vertieften die Freundschaften der Berufskollegen und immer mitten drin der geschätzte Berth Nessler. Seine harte Schale mit weichem Kern haben über 25 Jahre der «Lerche» ein impulsives Leben beschert. Seine Frau Tina konnte sich immer auf ihren Mann verlassen und auch ihre beiden Kinder, Daniel und Christine, hatten trotz der schwierigen Arbeitszeit von Papa ein glückliches Zuhause und ein grossartiges Familienleben.

Das Glück dauert nicht ewig, denn nach der Pensionierung mussten Berth und seine Frau Tina schweren Herzens die «Lerche» verkaufen, da sich kein Nachfolger finden liess. Trotzdem verbrachte Berth noch zehn schöne Jahre in Pension und liess es sich nicht nehmen, viele Reisen zu unternehmen, was im Erwerbsleben nicht möglich war.

Vor einem Jahr hatte sich eine schwere Krankheit angedeutet, von der sich Berth nicht mehr erholen konnte. Morgen Freitag werden viele Freunde, ehemalige Gäste und Jasser das letzte Mal von Berth Abschied nehmen. Wir wünschen dem letzten Wirt zur «Lerche» in Rorschacherberg Gottes Segen und viel Sonnenschein im Himmel.

Hermann Schläpfer,

Hotel Restaurant Rebstock, stellvertretend für alle Rorschacherberger Wirte und Wirtinnen

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