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«Wir zeichnen – fast – alles»

Noch bis Mittwoch betreiben Schüler der St. Galler Schule für Gestaltung am Multertor einen sogenannten Zeichnungsautomaten. Er stellt Passanten auf Wunsch ein beliebiges Wort bildlich dar.
Urs Voegeli
Der Zeichnungsautomat am Multertor. (Bild: Urs Voegeli)

Der Zeichnungsautomat am Multertor. (Bild: Urs Voegeli)

Hoch am Himmel, zwischen den Wolken, springt eine Frau mit ausgebreiteten Armen und Beinen aus einem Flugzeug, das ein Banner mit der Aufschrift «Free Fall» mitzieht. Das Bild, es soll das Wort «Freiheit» darstellen, stammt aus dem Zeichnungsautomaten des Gestalterischen Vorkurses für Jugendliche.

Wünsche an den Automaten

Vor dem Globus am Multertor steht der Kasten aus vier weissen Holzwänden. Der schmale Eingang wird durch einen Vorhang verdeckt. Schüler des Gestalterischen Vorkurses sprechen Passanten an und fragen sie nach ihren Wünschen. Manche gehen vorbei, weil sie «keine Zeit haben». Andere vermuten Spendensammler am Werk. Wieder andere bleiben neugierig stehen.

Etliche denken sich dann ein Wort aus, schreiben es auf ein Zettelchen und schieben dieses durch eine Öffnung in der Wand des Kastens. Darin sitzen sechs Schüler und haben zwei bis drei Minuten Zeit, ein passendes Bild zu malen. Fertige Bildchen hängen an einer Wäscheleine.

Manchmal wirken die Schüler im Automaten etwas gestresst, «wenn alle auf einmal etwas wollen». Als «Kunstschüler» sehen sich einige einem gewissen Erwartungsdruck ausgesetzt. Umso mehr freuen sie sich über Komplimente.

Zeichnen aus der Vorstellung

Die Schüler haben gemäss Claudia Züllig, Zeichnungslehrerin des Vorkurses, das erste Semester abgeschlossen. Darin haben sie das Zeichnen aus der Beobachtung erlernt. Die Aktion mit dem Zeichnungsautomaten dient als Einführung ins Zeichnen aus der Vorstellung, dem das zweite Semester gewidmet sein wird. Sie stellt eine Übung für die Ideenentwicklung dar, lehrt das Präsentieren, die Selbstorganisation und die Teamarbeit. Zudem geht es beim Zeichnungsautomaten darum, die Schule für Gestaltung in der Stadt zu zeigen.

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