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«Wir spüren den Wegzug»

Nachgefragt

Über 30 Jahre lang befanden sich das Natur- und das Kunstmuseum am selben Standort. Mit dem Wegzug des Naturmuseums hat das Kunstmuseum zwar mehr Platz erhalten. Mehr Besucher bringe das aber nicht, sagt Roland Wäs­pe, Direktor des Kunstmuseums. (ren)

Sind seit dem Wegzug des Naturmuseums weniger Besucher ins Kunstmuseum gekommen?

Sicher ist, dass sich die Besucherstruktur verändert hat. Ein Naturmuseum zieht mehr Familien mit Kindern an. Dafür sind diese bei uns nun öfter im Offenen Kunstlabor im Kirchhoferhaus oder bei Workshops und Spezialangeboten der Kunstvermittlung zu sehen. Die Schulklassen sind nach wie vor erfreulich zahlreich vertreten. Bis Ende Oktober verzeichneten wir 19824 Besucher. Der schöne Sommer und der goldene Herbst drückten auf die Besucherzahlen.

Dafür haben Sie nun mehr Platz im Kunklerbau. Konnten Sie diesen entsprechend nutzen?

Den Platz können wir in der Tat sehr gut brauchen, aber gut geeignet ist er leider noch nicht. Die letzte Renovation liegt 30 Jahre zurück. So entsprechen die Räume hinsichtlich Klima, Lichtverhältnissen, Sicherheit und Zugänglichkeit nicht mehr den aktuellen Museumsstandards. Das beeinträchtigt natürlich auch das Besuchererlebnis. Vor allem das Untergeschoss ist für Kunstausstellungen praktisch ungeeignet und wird somit, bis zu einem nachhaltigen Umbau, ein Provisorium für Spezialprojekte bleiben müssen, wie aktuell Caro Niederer mit einer sich verändernden Präsentation und einem Café innerhalb der Ausstellung.

Was hat sich noch verändert?

Die Planung. Mehr Fläche bedeutet mehr Ausstellungen. Mehr Fläche und mehr Ausstellungen bedeuten aber auch mehr Aufwand für Aufsichten, Reinigung, Ausstellungsbetrieb und Gebäude. Aufwand, den man zuvor mit dem Naturmuseum geteilt hat. Weiter mussten wir im Untergeschoss kleine Umbauten vornehmen, damit es zumindest teilweise für den Kunstbetrieb brauchbar wird.

Sind Sie mit dem vergangenen Jahr trotzdem zufrieden?

Es war ein gutes Jahr für das Kunstmuseum und ein Neuanfang. Die fast 30-jährige Koexistenz war stets freundschaftlich, aber natürlich war es das Ziel, die eigene Sammlung permanent zeigen zu können und mehr Platz für Kunstausstellungen zu haben.

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