«Wir sind auf Unterstützung angewiesen»

Die Pfadi Rorschach-Rorschacherberg erhält keinen Beitrag aus dem Lotteriefonds für den Umbau des Pfadiheims. Unklar ist, ob die kantonale Kulturförderung oder die IG St. Galler Sportverbände für das Gesuch zuständig ist (Ausgabe vom 26. Januar).

Drucken
Teilen
Charlène Lanter Präsidentin des Heimvereins (Bild: pd)

Charlène Lanter Präsidentin des Heimvereins (Bild: pd)

Die Pfadi Rorschach-Rorschacherberg erhält keinen Beitrag aus dem Lotteriefonds für den Umbau des Pfadiheims. Unklar ist, ob die kantonale Kulturförderung oder die IG St. Galler Sportverbände für das Gesuch zuständig ist (Ausgabe vom 26. Januar). Heimvereinspräsidentin Charlène Lanter über die Reaktion der Pfadi. (lim)

Frau Lanter, alle kantonalen Stellen haben weder einen Gebührenerlass noch einen Unterstützungsbeitrag für das Pfadiheim bewilligt. Wie hat der Verein darauf reagiert?

Wir sind sehr enttäuscht. Denn die Pfadi fällt zwischen Stuhl und Bank. Zur Kulturförderung zählt man uns nicht. Wir sind ein Outdoor-Sportverein, gelten aber auch nicht als Sportverein wie etwa ein Fussballclub.

Trotzdem leistet die Pfadi Jugendförderung.

Auf jeden Fall. Wir zählen 60 aktive Pfader. Diese übernehmen früh Verantwortung. Die Grossen schauen auf die Kleinen – das zieht sich durch alle Stufen. Jede Woche finden Übungen statt, zweimal im Jahr fährt die Pfadi ins Lager. Freiwilliges Engagement ist für die Leiter selbstverständlich.

Wie wichtig ist finanzielle Unterstützung für die Pfadi?

Wir sind darauf angewiesen. Die Pfadi finanziert sich durch die Vermietung des Heims. Deshalb war dessen Umbau dringend. Die Stadt Rorschach kommt uns mit einem tiefen Baurechtszins zwar entgegen, aber auch dieser muss erwirtschaftet werden.

Der Umbau fällt teurer aus als geplant. Wir hoch ist der Fehlbetrag?

Wir rechnen mit 160 000 Franken. Da das nötige Geld nicht vorhanden ist, mussten wir teure Arbeiten wie den Einbau der Dachfenster stoppen.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir reichen ein Wiedererwägungsgesuch ein und hoffen, dass wir wie die Pfadi Wittenbach doch noch einen Beitrag erhalten. Von diesem Fall haben wir erst aus der Zeitung erfahren.

Aktuelle Nachrichten