Winzige Bäume, grosse Ausstellung

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Steinach Der Bonsaiverein Stein­ach hat am vergangenen Wochenende im Gemeindesaal an die 50 Exponate in den unterschiedlichen Grössen und Baumsorten ausgestellt. Der Verein hatte im Vorfeld der Ausstellung keine Mühen gescheut, den Besucherinnen und Besuchern ein eindrückliches Bild der Arbeit des Vereins zu vermitteln.

Der Anblick der unterschiedlichsten Bonsais war Faszination pur. Es ist eine fernöstlichen Art der Gartenkunst, bei der Sträucher und Bäume in Gefässen zur Wuchsbegrenzung gezogen und ästhetisch geformt werden. Bäume aller Sorten im Kleinformat, gewachsen in den verschiedensten Formen, und das mit jahrelanger Arbeit und viel Geduld von Seite des Bonsaizüchters. Kleine Johannisbeerbäume, kleine Kastanienbäume, Lärchen mit knorrigen Stämmen und vieles mehr waren auf den Tischen aufgestellt, alles Ergebnisse jahrelanger Arbeit und einer Hingabe in einem aufwendigen Hobby. Für Vereinspräsident Roland Heule, der sich seit dreissig Jahren den Bonsais widmet, ist das schon fast eine Sucht: «Wer sich mit dieser Thematik einmal befasst, wird süchtig, ähnlich wie beim Pilzesammeln.» Vor drei Jahrzehnten fing es mit einem Kastanienbaum an. Heute wächst der Bonsai mit kleinen, unverkennbaren Blättern des ursprünglichen Kastanienbaumes. Ein kleiner Baum mit einer langen Geschichte.

Ergänzend zur Präsentation bot sich den Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit, Bonsais zu kaufen. Auch wurden Informationen über die Bonsaibearbeitung abgegeben und eine Festwirtschaft betrieben. Ergänzend zur Ausstellung engagierte der Organisator die Goraiko-Trommelformation aus Zürich für einen Auftritt. (fh)