Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

WINTERSPORT: Curling-EM: Europa schaut nach St.Gallen

Heute beginnen die Aufbauarbeiten im Lerchenfeld für die am 17. November startende Curling-EM. Rund 10000 Zuschauer erwarten die Organisatoren. Und viele mehr vor den Bildschirmen.
Christoph Renn
Der schottische Skip Kyle Smith und sein Team haben am letzten grossen Curlingturnier im Lerchenfeld den Final gegen die amtierenden Europameister aus Schweden gewonnen. (Bild: Benjamin Manser)

Der schottische Skip Kyle Smith und sein Team haben am letzten grossen Curlingturnier im Lerchenfeld den Final gegen die amtierenden Europameister aus Schweden gewonnen. (Bild: Benjamin Manser)

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Die ersten Schneeflocken sind gefallen. Der Winter hält Einzug. Gleichzeitig bereitet sich St. Gallen auf den Besuch von Wintersportlern aus ganz Europa vor. Vom 17. bis 25. November wischen die besten Curlerinnen und Curler des Kontinents im Lerchenfeld um den Titel des Europameisters. Bis die Steine zentimetergenau über das Eis gestossen werden können, wartet auf die Organisatoren aber noch viel Arbeit. Allen voran muss das Eis für die Curling-EM speziell präpariert werden. Deshalb wird extra ein Spezialist aus Schottland eingeflogen.

Bevor der Meister das Eis schleift und neu bemalt, wird die Eishalle Lerchenfeld zur Curling-Arena umgebaut. «Heute beginnen wir, die Infrastruktur der Eishockeyaner zu demontieren», sagt OK-Präsident Marco Battilana. Die Banden müssen verschwinden, die Straf- und die Spielerbänke werden abmontiert. «Dann beginnen wird mit dem Aufbau der Haupttribüne, die 600 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bieten wird.» Hinzu kommt die sogenannte Ice Lounge für die VIP-Gäste. Insgesamt biete die Arena dann Platz für 1000 Besucher. Und noch gibt es Tickets. «Der Vorverkauf ist bereits sehr gut angelaufen», sagt Battilana. Pro Tag können drei Sessions besucht werden. Am Morgen, am Mittag und am Abend. «In jeder Session wird mindestens ein Schweizer Spiel ausgetragen.» Und Battilana rät, eine Winterjacke in die Halle mitzunehmen. «Die Raumtemperatur darf nicht höher als 15 Grad Celsius betragen.»

Ein Helfer reist extra aus China an

Steht die Tribüne, beginnt der schottische Eismeister das Feld zuerst abzuhobeln. Dann macht er neues Eis, das mit weisser Farbe vermischt wird. «So bringen wir die Linien, die fürs Eishockey nötig sind, aus dem Untergrund», sagt Battilana. Danach werden die Kreise für das Curling-Turnier aufgemalt. Damit das Eis für die Spitzensportler optimal vorbereitet ist, müsse die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit stets überprüft werden. «Das Eis für Curling ist viel feiner präpariert als das Eis, auf dem Eishockey gespielt wird.» Damit bis zum Start am Freitag, 17. November alles bereit ist, engagieren sich 250 freiwillige Helferinnen und Helfer. «Die meisten kommen aus der Region.» Einige reisen aber auch aus ganz Europa an. «Ein Helfer kommt sogar extra aus China nach St. Gallen.» Diese werden in einer Gruppenunterkunft untergebracht. «Zudem können sie in den städtischen Hotels übernachten», ergänzt Battilana. Auch die Sportlerinnen und Sportler werden sich während des Turniers in St. Gallen aufhalten (siehe Zweittext).

Wer es nicht in die Eis-Arena im Lerchenfeld schafft, der kann die Spiele live am Fernseher mitverfolgen. «Die Partien werden auf dem ganzen Kontinent ausgestrahlt», sagt Battilana. Die grosse Reichweite erhalte die Sportart, weil der bekannte Sportsender Eurosport die Europameisterschaft überträgt. «Aber auch das Schweizer Fernsehen zeigt Spiele.» Deshalb sei eine Tribüne nur für Journalisten und die Fernsehstationen reserviert. Die Bilder aus St. Gallen flimmern ab dem 17. November nicht nur auf Bildschirmen in Europa, sondern auch in China.

Die St. Galler Curling-Szene kann sich sehen lassen

Das Interesse an der Curling-EM in St. Gallen ist deshalb so gross, weil die besten Teams aus Europa um den Titel kämpfen werden. Dies ist nicht selbstverständlich. Doch das Turnier in St. Gallen dient den Sportlerinnen und Sportlern als Standortbestimmung vor den olympischen Winterspielen, die 2018 in Südkorea anstehen.

Dass diese Standortbestimmung in St. Gallen stattfindet – nach Basel und Champéry die dritte Schweizer Stadt, welche die Europameisterschaft austrägt – ist laut Battilana kein Zufall. «Mit der neuen Curlinghalle und der Eishalle stimmt die Infrastruktur», sagt er. Doch wichtiger sei, dass Curling in St. Gallen eine Tradition habe. «Die lokale Curling-Szene kann sich im nationalen Vergleich sehen lassen.» Trotzdem hoffe er, dass mit der Curling-EM die Sportart in der Stadt noch mehr in den Fokus rücke.

Curling-EM

www.ecc2017.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.