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WINTERSAISON: Die Skater ziehen aus

Vier Monate lang haben die Skateboarder der Stadt in einer Halle an der Zürcher Strasse ihre Tricks geübt. Das Jugendsekretariat zieht eine positive Bilanz.
Roger Berhalter
Üben im Keller: Die Skateboarder beim Training in der Halle an der Zürcher Strasse 45. (Bild: PD)

Üben im Keller: Die Skateboarder beim Training in der Halle an der Zürcher Strasse 45. (Bild: PD)

Roger Berhalter

roger.berhalt

er@tagblatt.ch

Die Freude der St. Galler Skateboard-Szene ist gross: «Yeah! Einen weiteren Winter trocken geskatet», heisst es auf der Facebook-Seite «Winter Skate Halle St. Gallen». Knapp vier Monate lang – vom 13. Dezember bis Ende März – konnten die Skater der Stadt und Region ihre Tricks in einer Halle an der Zürcher ­Strasse 45 üben. Zwei- bis dreimal pro Woche war der 280 Quadrat­meter grosse Raum geöffnet. Im Schnitt schauten pro Tag 16 Jugendliche vorbei; insgesamt zählte man 634 Nutzungen. Das ­Jugendsekretariat und das Liegenschaftenamt haben diese Zwischennutzung zusammen eingefädelt.

Mit olympischer Beteiligung

Nach einem Winter in einer städtischen Liegenschaft an der Haggenstrasse konnten die Skater nun also in der Lachen zum zweiten Mal im Trockenen trainieren. «Es hat einmal mehr sehr gut funktioniert», sagt Menno Labruyère vom Jugendsekretariat, der das Projekt geleitet hat. Wobei die Jugendlichen vieles selbst organisiert hätten. «Sie waren sehr autonom, es brauchte nur wenig Begleitung unsererseits.» Drei Jugendliche seien besonders aktiv gewesen und hätten die Verantwortung über den Hallen­betrieb übernommen: Micha Tobler, Amir Ousaj und Fabio Martin. Letzterer ist einer der besten Skater der Schweiz und wird voraussichtlich an den kommenden Olympischen Spielen teilnehmen. «Es ist toll, so jemanden an Bord zu haben», sagt Labruyère.

Überhaupt schwärmt er von der Winter-Skatehalle, wobei er augenzwinkernd einräumt, dass er als ehemaliger Skateboarder dem Projekt gegenüber «nicht ganz objektiv» eingestellt sei. Einmal mehr habe sich aber gezeigt, dass die Skater vielen den Zugang zu ihrer Subkultur ermöglichten, unabhängig vom Alter und der Hautfarbe. Labruyère bezeichnet die Halle gar als «Vorzeigeprojekt» und lädt andere ­Jugendliche ein, es den Skatern gleichzutun: «Wenn jemand eine Idee oder ein Anliegen hat, das auch andere Jugendliche betrifft, kann er sich gerne bei uns melden.»

Ein Anliegen zeichnet sich schon jetzt ab: Die Halle an der Zürcher Strasse kommt laut Labruyère im kommenden Winter nämlich nicht mehr in Frage, unter anderem wegen der niedrigen Decke, die hohe Sprünge unmöglich macht. In der warmen Jahreszeit rollen die Skater wieder durch den Park auf der Kreuzbleiche. Ob sie auch nächsten Winter wieder im Trockenen trainieren können, ist noch offen.

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